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Weiträumige Messung der Luftqualität

Eine weiträumige Messung der Luftqualität zur Konzipierung einer intelligenten Steuerung des Straßenverkehrs ist das Ziel eines jetzt startenden Testbetriebs in der InnovationCity.

Dazu wurden im vergangenen Jahr an 24 Straßenlaternen Sensoren installiert, die in einem etwa 30 km² großen Areal rund um die Stadtmitte die Luftqualität ermitteln. Die Sensoren werden an eine Plattform angebunden, die die Messergebnisse protokolliert und somit eine Auswertung der Daten ermöglicht. Das sogenannte „Air Quality“-Projekt wird von den drei Partnern Stadt Bottrop, Innogy und Innovation City Management(ICM) umgesetzt.

Präzise Werte zur Luftqualität wurden in Bottrop bislang durch Feinstaubmessstationen des Landes ermittelt sowie durch die vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz betriebene Messstation. Mit der von Innogy im Verkehrsraum installierten Lösung kommen nun Erkenntnisse einer weiträumigen Messung hinzu. Sie stellt eine Ergänzung dar. Acht Hochpräzisionssensoren messen die Werte für Stickstoffdioxid (NO2), Feinstaub (PM2,5 / PM10) und Ozon (O3). 16 weitere Sensoren ermitteln Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Werte zur Bestimmung des Luftqualitätsindex.

Sensoren liefern Daten in Echtzeit

„Natürlich haben wir im innerstädtischen Bereich in der Vergangenheit Messungen zur Luftqualität durchgeführt“, erklärt Oberbürgermeister Bernd Tischler, „mit diesem Projekt gehen wir nun aber in die Fläche.“ Jeder Sensor liefert demnächst in Echtzeit Daten, die dann zunächst validiert und in einem zweiten Schritt interpretiert werden müssen. Oberbürgermeister  Tischler: „Ich verknüpfe mit dem Projekt das langfristige Ziel, dass wir in Zukunft Verkehrsflüsse anhand der gewonnenen Daten intelligent lenken können und damit Einfluss nehmen auf die vom Verkehr verursachten Werte.“ Damit leiste das „Air Quality“-Projekt perspektivisch einen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger.

Bürger sollen Einblick in ermittelte Werte erhalten

Klaus Müller, Technischer Beigeordneter der Stadt Bottrop, betont den
Aspekt der Transparenz bei dem Projekt. „Wir arbeiten mit Innogy an den
Schnittstellen zu unserer EDV. Letztlich soll jeder Bottroper über das Geoinformationssystem Einblick in die ermittelten Werte erhalten.“ Die Luftqualitätsmessungen sind zunächst bis Ende 2020 geplant. Die in diesen
Monaten gesammelten Informationen könnten dann bei einer Fortsetzung
des Projektes beispielsweise Erkenntnisse darüber liefern, ob bestimmte
Maßnahmen im Verkehr, wie Tempolimits, zu veränderten
Ergebnissen führen.

Technik eröffnet intelligente Optionen

In dem für Bottrop erstellten Masterplan zur CO2-Reduktion spielt das Handlungsfeld Mobilität eine zentrale Rolle. „Der Verkehr ist für uns am schwierigsten zu beeinflussen“, sagt Burkhard Drescher, Geschäftsführer der ICM. „Die nächste Stufe im Einsatz dieser Sensoren ermöglicht eine Verkehrssteuerung über die erfassten Umweltwerte. Wird die Belastung in einem Bereich zu hoch, wird der Verkehr anders geleitet oder verlangsamt. Durch diese Technik eröffnen sich viele intelligente Optionen.“

Infrastruktur für die Stadt der Zukunft

Bernhard Lüschper, Leiter der Smart Pole Factory bei Innogy, sagt: „Mit der
neuen Sensorik an bestehenden Straßenlaternen in Bottrop zeigen wir die
Infrastruktur für die Stadt der Zukunft. Neben der Erprobung neuer Sensortechnologien wird in Bottrop erstmals die Messung der Luftqualität in einem großen, zusammenhängenden Bereich ermöglicht. Das Air Quality-Projekt
soll natürlich einen Nutzen für die Bürger der Stadt Bottrop bieten. Die Daten werden für die Bürger einsehbar und liefern eine belastbare und transparente Grundlage für die Entwicklung von Maßnahmen. So wollen wir das Leben der Bürger in den Städten verbessern und ihnen echte Mehrwerte liefern.“

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