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Bezirksregierung Münster fördert „Grüne Infrastruktur“ in Bottrop

In vielen Kommunen in NRW wirken sich schlechte Umweltbedingungen und ein Mangel an Grün- und Erholungsflächen negativ auf Biodiversität, Stadtklima, Gesundheit, Lebensqualität und Wirtschaft aus. Mit dem Aufruf „Grüne Infrastruktur NRW“ fördert das Land die nachhaltige Verbesserung der Klima- und Umweltbedingungen.

© Stadt BottropAbteilungsleiter Ralf Weidmann (2.v.l.) überreicht im Beisein von Dennis Purschke (l.) drei Förderbescheide an Bottrops Technischen Beigeordneten Klaus Müller (2.v.r.) und Fachbereichsleiter Stefan Beckmann (r.).

Im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes „Lückenschluss Welheim“ hat die Bezirksregierung Münster jetzt aus dem Förderprogramm Grüne Infrastruktur rund 1,86 Millionen Euro für die drei Projekte „Wege des (Regen-) Wassers“, „Lernen im Grünen – Grünes Klassenzimmer“ und „Bewegung in der Natur – externe Verknüpfung“ der Stadt Bottrop bewilligt. In der Bezirksregierung Münster überreichte Abteilungsleiter Ralf Weidmann heute (28. November) drei Förderbescheide an Bottrops Fachbereichsbereichsleiter Stefan Beckmann und Klaus Müller, den Technischen Beigeordneten der Stadt Bottrop.

Folgen von Starkregenereignissen mindern

„Wege des Regenwassers“ wird mit einer Summe von ca. 350.000 Euro gefördert und soll den Ausbau des Regenwassermanagements erlebbar machen. Die Erneuerung und Ergänzung des bestehenden Regenwasserabkopplungs- und -versickerungssystems mit der Neugestaltung von Mulden, offenen Gräben sowie der Umbau der Wege mit begleitenden und querenden Rinnen soll dazu führen, dass die negativen Folgen zunehmender Starkregenereignisse gemindert oder ganz abgefangen werden. Zudem soll der (Regen-) Wasserverlauf in seiner wasserwirtschaftlichen und klimatischen Funktion wahrnehmbar und erlebbar werden. Die Maßnahme vereint somit die Vorsorge für Starkregenereignisse und die Erlebbarkeit und Ökosystemdienstleistungen.

Kinder lernen in einem "grünen Klassenzimmer"

„Lernen im Grünen – Grünes Klassenzimmer“ wird mit ca. 680.000 Euro gefördert und soll neue ökologisch orientierte Angebote schaffen, um die „grünen“ Funktionen sichtbar und erlebbar werden zu lassen. Angelehnt an vorhandene besondere Strukturelemente, aber auch durch neue Strukturen in räumlicher Nähe zu Akteuren und Institutionen (Interkulturelles Stadtteilzentrum „Welheim 64“, Altenheime, Schulen, Kitas, Kirchen) wird die Grüne Infrastruktur umgesetzt und in Bildung für nachhaltige Entwicklung eingebunden.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Ansprache von Kindern und Jugendlichen beispielsweise durch die Errichtung eines „Grünen Klassenzimmers“, eines Spielortes Natur oder von Entdeckerorten mit Aufforderungscharakter wie die Pflanzung einer Obstwiese und eines Naschgarten für alle sowie "Urban Gardening". Die Maßnahme vereint die Bildungs- und Naturerlebnisfunktion sowie die ökologische Funktion und leistet einen Beitrag zur Biodiversität. Ebenso werden soziale Funktionen angesprochen und interkulturelle und generationenübergreifende Treffpunkte geschaffen.

Fitness treiben im Freien

Mit rund 830.000 Euro wird das Projekt „Bewegung in der Natur – externe Verknüpfung“ bezuschusst und die Nahmobilität und Begegnung gefördert werden. Ein multifunktionales Wegeangebot (sportliche und barrierefreie Nutzbarkeit) durch gezielte Verknüpfungen der Einzelbereiche soll entstehen. Punktuell angebunden sind Aufenthalts- und Sportorte oder Aussichtsplätze. Es sollen niedrigschwellige Sportangebote im Sinne von Urban Fitness ohne große Infrastruktur geschaffen werden. Barrierefreie kleine Ruheplätze mit Bänken sollen auch Personen, die keinen Sport treiben wollen, einen geruhsamen Aufenthalt im Park ermöglichen. Die Schaffung von Sichtachsen zur optischen Verknüpfung und besseren Einsehbarkeit der einzelnen Bereiche und die Ergänzung des vorhandenen Beleuchtungssystems sollen zur Vermeidung von Angsträumen beitragen. Dazu soll die isolierte Lage des Gebietes durch Schaffung neuer Wegeverbindungen und der Gestaltung von Ein- und Übergängen aufgebrochen werden, insbesondere um die Mobilität zu verbessern. Durch die Anbindung des Gebietes an regionale Radrouten, den geplanten Bahntrassenradweg sowie den Zubringer zum Radschnellweg oder die Boye-Achse wird dieses Ziel erreicht.

Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben dieser Projekte liegen bei 2,07 Millionen Euro und werden von der Bezirksregierung Münster mit 90 Prozent gefördert. Die Zuwendung beträgt demnach 1.862.390 Euro, wobei 1.034.661 Euro EU-Mittel und 827.729 Euro Landesmittel enthalten sind.

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