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"An der Gräfte" müssen zerstörte Bäume ersetzt werden

Mit Handzetteln sollen Anwohner informiert werden, sorgsam mit öffentlichen Grünanlagen umzugehen.

© Stadt BottropPhilipp Heidt (v.l.), Christoph Miserre und Helmut Kucharski ärgern sich über die mutwillig zerstörten Bäume, die nun ersetzt werden müssen.

In der Straße "An der Gräfte" wurden zahlreiche Bäume beschädigt. Fünf von ihnen muss die Stadt jetzt ersetzen. Bei einer Ortsbegehung machten sich der Bezirksbürgermeister Helmut Kucharski sowie Philipp Heidt und Christoph Miserre von städtischen Fachbereich Umwelt und Grün und Markus Wenker von der Bezirksverwaltungsstelle Bottrop ein Bild von der Situation.

„An den Bäumen wurden die Leittriebe abgeschnitten. Eine natürliche Wuchsform kann sich nicht mehr entwickeln“, sagt Philipp Heidt und zeigt dabei auf die beschädigten Baumkronen. Vor etwa zehn Jahren wurden die Erschließungsarbeiten abgeschlossen. "An der Gräfte" ist eine Spielstraße, die mit Bäumen zwischen den Parkplätzen und Grundstückauffahrten gestalterisch aufgelockert  ist. Der Zustand dieser Bäume und der zugehörigen Pflanzinseln sind für den Fachbereich Umwelt und Grün ein Ärgernis. Lediglich ein Baum scheint unbeschädigt zu sein, während an andern unterschiedlich stärk herumgesägt und -geschnitten wurde. Vermutet wird, dass dieser Frevel von den Anwohnern verursacht wurde. Für Bezirksbürgermeister Kucharski ist dies unverständlich, da die Anwohner bei der Gestaltung der Pflanzinseln und der Auswahl der Bäume beteiligt waren.

© Stadt BottropSchotter und Beschädigungen an der Rinde haben einigen Mehlbeeren so stark zugesetzt, dass sie nicht mehr zu retten sind.

 

Entschieden hatte man sich für Mehlbeeren. Unter optimalen Bedingungen werden sie bis 15 Meter groß. Als Straßenbäume in engen Pflanzinseln bleiben sie allerdings deutlich unter dieser  Höhe. In Pflanzinseln finden sich kaum die ursprünglich eingesetzten Stauden wieder. In einigen Fällen wurden gänzlich neue Pflanzen eingesetzt. In anderen Fällen wurde die Bepflanzung durch Schottersteine ersetzt. An die Wurzeln kann kein Oberflächenwasser gelangen und die Bäume sterben ab.  Für Christoph Miserre ein unhaltbarer Zustand. „Wenn die Anwohner die Steine nicht entfernen, werden wir sie entsorgen“, so Miserre.  Angesichts der Diskussionen um Flächenversiegelung und Bienensterben findet Helmut Kucharski, dass die knappen Grünflächen in der Siedlung ökologisch gestaltet sein sollen. „Wir müssen deutlich machen, dass dies öffentlicher Raum ist, für den die Stadt zuständig ist“, so Kucharski.

Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, dass Bürger die Stadt mit Baumpatenschaften  unterstützen. Dabei geht es allerdings nur ums Gießen und Unkrautjäten. „Bei der Beschneidung der Bäume hört die Patenschaft auf“, sagt Miserre. Für die Straße "An der Gräfte" gebe es keine Patenschaften.

In den kommenden Wochen will Miserre die Bäume austauschen und die Pflanzinseln wieder herrichten. Die Anwohner sind gebeten, den Schotter zu entfernen, andernfalls wird er von der Stadt entsorgt.

Mit der Neupflanzung will der Fachbereich Umwelt und Grün die Anwohner auf die Zuständigkeit bei der Pflege der Straßenbäume mit Handzetteln hinweisen.  Wer eine Baumpatenschaft übernehmen möchte, kann sich telefonisch unter 02041/705060 an den Fachbereich wenden.

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