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Bottrop bekommt den vierten European Energy Award in Gold

Verliehen wurden die Preise am 7. Juni 2021 im Museumszentrum Quadrat an Wettbewerber aus dem Regierungsbezirk Münster.

© Stadt BottropVon links: Lothar Schneider (Geschäftsführer Energieagentur NRW), OB Bernd Tischler, Bürgermeister Klaus Strehl, Bürgermeisterin Monika Budke, Technischer Beigeordneter Klaus Müller Stefan Beckmann (Fachbereichsleiter Umwelt und Grün), Reiner Tippkötter (energielenker projects GmbH), und Ilga Schwidder (Geschäftsführerin Bundesgeschäftsstelle European Energy Award).

Mit einer Erfüllungsquote von 88 Prozent bekommt die Stadt Bottrop in diesem Jahr erneut den European Energy Award in Gold verliehen. Dies ist das vierte Mal nach 2010, 2013 und 2016, dass die Stadt diese Auszeichnung mit dem hohen Qualitätsstandard zugesprochen bekommen hat. Insgesamt ist es sogar fünfte Auszeichnung für die Stadt. Sie ist damit bei den Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern bundes- und europaweit auf Platz eins.

"Dieses hervorragende Ergebnis zeigt die richtige Zielvorgabe von Seiten der Stadt Bottrop zum Thema Energie", sagt Oberbürgermeister Bernd Tischler, der sich besonders darüber freuen durfte, dass die Veranstaltung zur Verleihung der Auszeichnungen an eine Reihe von Kommunen in Bottrop ausgetragen werden konnte. Ein Erfolgsgarant in Bottrop sei unter anderem die "gute Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Partnerinnen und Partnern" gewesen, denn der European Energy Award sei ein Kooperationsprojekt mit vielen Beteiligten.

"Die Erfolge der Stadt Bottrop sind alles andere als selbstverständlich, schließlich war Bottrop bis zum Jahr 2018 die letzte Stadt des Ruhrgebiets, in der es noch eine aktive Zeche gab", so Tischler. "In den vergangenen zehn Jahren sind jedoch im Rahmen des Bottroper Klimaschutzprojektes InnovationCity zahlreiche herausragende Projekte und Aktivitäten initiiert worden. So konnte der CO2-Ausstoß im Projektgebiet im Vergleich zum Start im Jahr 2011 um etwa die Hälfte verringert werden. " Als Gold-Botschafterin des European Energy Awards wird Bottrop künftig europaweit aktiv sein.

Verliehen wurden die Preise am 7. Juni 2021 im Josef Albers Museumszentrum Quadrat an Wettbewerber aus dem Regierungsbezirk Münster. Neben Bottrop wurden Lengerich, Greven und Vreden sowie die Gemeinden Altenberge und Ladbergen ausgezeichnet. Bottrop ist damit die einzige Großstadt im Regierungsbezirk, die den Titel erringen konnte.

Die Auszeichnungen nahmen Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, und Ilga Schwidder, Geschäftsführerin der Bundesgeschäftsstelle European Energy Award vor.

NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart lobte das kommunale Engagement: "Unsere Kommunen in Nordrhein-Westfalen stehen beim Klimaschutz an der Spitze der Bewegung: Sie erstellen Klimaschutzkonzepte, gehen Selbstverpflichtungen zur Minderung ihrer Treibhausgasemissionen ein und setzen Maßnahmen erfolgreich um. Die Verwaltungen sind Vorbild für ihre Bürgerschaft. Klimaschutz wird hier längst als eine große Chance begriffen. Ich freue mich sehr, dass die ausgezeichneten Verwaltungen den Award erhalten. Der Preis wird ihre Bürgerinnen und Bürger zu noch mehr klimaschonendem Verhalten anregen."

Erprobtes internationales Zertifizierungsinstrument

Der European Energy Award ist ein vielfach erprobtes internationales Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsinstrument, das auf europäischer Ebene entwickelt und umgesetzt wird. Ziel ist es, die Qualität der Energie-Erzeugung und -Nutzung in Kommunen bewerten zu können, regelmäßig zu überprüfen und Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz zielgerichtet zu erschließen. Erfolgreich umgesetzte Projekte werden im Rahmen des eea in sechs Maßnahmenbereichen bewertet und ausgezeichnet.

Dabei fließen verschiedene Kriterien in die Bewertung ein, zum Beispiel Raumordnung und kommunale Entwicklungsplanung, die energetische Pflege der kommunalen Immobilien und Anlagen sowie die Mobilität. „Städte haben großen Einfluss auf die globale Energiewende. Deutschlandweit haben sich zum Beispiel 140 Städte Ziele oder eine Richtlinie für die Nutzung erneuerbarer Energien gesetzt. In diesen 140 Städten leben rund 25,5 Millionen Menschen, das sind 40 Prozent der städtischen Bevölkerung in Deutschland. Insgesamt stellen wir fest, dass es in immer mehr Städten einen Trend gibt, beispielsweise zu verpflichtenden Solarthermie-Anlagen für Neubauten und verpflichtenden Photovoltaikanlagen auf ihren Dächern“, so Lothar Schneider von der EnergieAgentur.NRW. Die EnergieAgentur.NRW führt seit mehr als 15 Jahren erfolgreich das Energiemanagementprogramm für die Kommunen in NRW durch.

Wegbereiter für die Auszeichnungen der Stadt Bottrop war, dass sie auf Zukunftsfähigkeit gesetzt hatte, als der Strukturwandel noch in vollem Gang war. In den vergangenen zehn Jahren sind im Rahmen von Innovation City Ruhr zahlreiche herausragende Aktivitäten und Projekte initiiert worden.

Oberbürgermeister Bernd Tischler zur Auszeichnung

Die Sanierungsquote liegt bei 3,3 Prozent. Zum Vergleich: Bundesweit liegt die Sanierungsquote um ein Prozent. Intensive Überzeugungsarbeit, kostenlose Erstberatungen wie auch der Einsatz von Fördermittel bewirkten das Plus in Bottrop. Das Geheimnis des Erfolges: Es ist gelungen, die Gesellschaft bei der Umsetzung der Klimaschutzziele der Stadt mitzunehmen.

Im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen und Ersatzinvestitionen wird dabei kontinuierlich der Einsatz regenerativer Energien geprüft. Zudem wurde die Straßenbeleuchtung sukzessive energetisch optimiert und auf LED-Leuchtmittel umgestellt.

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