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Interkommunaler Entwicklungsplan IKEP-Mitte

Die Städte Essen und Bottrop und die RAG Montan Immobilien GmbH arbeiten an der Entwicklung des Essener Nordens und des Bottroper Südens im Hinblick auf das Ende des Steinkohlebergbaus 2018. Dazu wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert wird.

© Stahm ArchitektenErgebnis Screeningphase (2014). Grafische Darstellung des Zielgebiets

Das Ende des subventionierten Steinkohlebergbaus bedeutet eine große Herausforderung aber auch eine Chance. Die Städte Bottrop und Essen sowie die RAG Montan Immobilien GmbH, die Eigentümerin der Bergbauflächen ist, haben eine Kooperation vereinbart, um eine integrierte Nachfolgenutzung der Bergbaustandorte zu entwickeln. Durch ein gemeinsames Handeln und ein abgestimmtes Vorgehen der Partner soll eine schnellstmögliche Reaktivierung der Altstandorte erreicht werden. Im Fokus des Projekts stehen Flächen, die bereits heute brach liegen oder die künftig brach fallen werden. Moderiert wird das Projekt von der landeseigenen Entwicklungsgesellschaft NRW.URBAN.

Eine Machbarkeitsstudie wurde in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse die Grundlagen für weitere Entscheidungen und Entwicklungsvorschläge bilden sollen. Mit der Erarbeitung dieser Machbarkeitsstudie verfolgen die Kooperationspartner mehrere Ziele:

  • Die Flächen sollen neu vermarktet werden, um die durch den Kohlerückzug entfallenden Arbeitsplätze zu kompensieren.
  • Die gegenwärtige Ballung von Restriktionen im Planungsgebiet mit seiner schwierigen Gemengelage aus Gewerbe, Verkehrsinfrastruktur und Wohnquartieren und deren Folgen für die zukünftige Entwicklung im Bearbeitungsraum zu verbessern und zu mildern.
  • Die Wettbewerbsfähigkeit auch der bestehenden Unternehmen soll verbessert und langfristig eine wirtschaftsnahe Infrastruktur für diesen Raum aufgebaut und erhalten werden. Sie soll zur Schaffung und Sicherung von dringend benötigten Arbeitsplätzen beitragen und die Wirtschaftskraft stärken.
© RAG Immobilien GmbHBetrachtungsraum zur Überplanung

In Summe dieser Teilaspekte geht es um die Schaffung eines Raumbildes für die zukunftsfähige Entwicklung des überwiegend industriell-gewerblich geprägten Planungsraums (siehe Grafik links) zur Beantwortung der Fragen, wie in diesem Raum zukünftig gearbeitet wird und welche Raumansprüche sich hieraus ergeben („Arbeitswelten für die Zukunft“), wie vorhandene Wohn- und Freiraumqualitäten weiterentwickelt werden können („Neuer Wohnraum, neue Stadtqualitäten“) und wie dieser Raum auch vor dem Hintergrund des Klimaschutzes zukünftig effizient ver- und entsorgt werden soll (Energie, Mobilität, Digitalisierung etc.).

Die Machbarkeitsstudie mit dem Titel "Interkommunaler Entwicklungsplan IKEP_Mitte" soll die gemeinsame verbindliche Klammer zwischen den Akteuren bilden, aus der heraus die einzelnen Flächenentwicklungen erwachsen können. Ein Ziel besteht darin, Erkenntnisse zur Revitalisierung von Flächen und von Altstandorten zur Ansiedlung von Industrie und Gewerbe in diesem komplexen Bearbeitungsraum zu gewinnen und gemeinsam mit den Akteuren umzusetzen.

© Stadt BottropMachbarkeitsstudie IKEP_Mitte, Strukturdiagramm

Die Erstellung der Machbarkeitsstudie ist ein zweistufiger Prozess: in der ersten Phase sind die Leitbildfindung und die Erarbeitung eines Zielkonzeptes prägend, was mit Hilfe von externen (Teil-) Gutachten für den Gesamtraum und in Form von Szenarien geschehen soll. In der zweiten Phase ist die Ausarbeitung und Entwicklung der Masterplanung mit konkreten Maßnahmenvorschlägen Bestandteil der Bearbeitung. Dazu werden die einzelnen Projektbausteine weiter detailliert und mit belastbaren Kostenschätzungen hinterlegt. Ab einer bestimmten Erarbeitungstiefe sollten auch vorgezogene Flächenentwicklungen in räumlichen Teilbereichen möglich sein, wenn sie in das Gesamtplanwerk eingebunden und daraus abgeleitet sind (siehe Grafik rechts).

Die Erarbeitung der Machbarkeitsstudie „IKEP_Mitte“ wird gefördert aus dem Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen unter Einsatz von Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Der Projektantrag wurde im Herbst 2015 gestellt und ist am 14.03.2016 bewilligt worden. Der Förderzeitraum umfasst drei Jahre und endet am 14.03.2019.

Gefördert durch:

© Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
© Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
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