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Modellprojekt „Freiheit Emscher“ auf der Expo Real in München

Erste Konzepte und Maßnahmenplan vorgestellt

© Ralf Schultheiß/RDNProjektpartner: Markus Masuth (v.l.), Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien, Bernd Tischler, Oberbürgermeister der Stadt Bottrop und Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen.

Die Entwicklungen des größten Stadtentwicklungsprojekt „Freiheit Emscher“ nehmen weiter Gestalt an. Nach erfolgreichem Abschluss der Machbarkeitsstudie präsentierte die Stadt Bottrop mit den Partnern Stadt Essen und RAG Montan Immobilien auf der Expo Real in München das Struktur- und Nutzungskonzept des Zukunftsprojekts sowie einen Maßnahmenplan.

Das 1.700 Hektar große Industrie-Areal soll durch die Zusammenarbeit der Kooperationspartner und möglicher Investoren zu einem neuen Wirtschaftsstandort der Metropole Ruhr werden. Bis 2030 wollen die Städte Essen und Bottrop gemeinsam mit der RAG Montan Immobilien öffentliche und private Investitionen von über 1,3 Milliarden Euro anstoßen. Davon sollen innerhalb der nächsten zehn Jahre 275 Millionen in die Infrastruktur investiert werden. „Massive Investitionen in öffentliche Infrastruktur werden eine grundlegende neue Entwicklung des Raumes ermöglichen, der über Jahrzehnte vom Bergbau geprägt und kaum erschlossen war“, sagte Oberbürgermeister Bernd Tischler. Der Masterplan Infrastruktur für das Projekt „Freiheit Emscher“ soll hauptsächlich aus öffentlichen Mitteln von Land, Bund und Europäischer Union sowie der Emschergenossenschaft und der Deutscher Bahn finanziert werden. „Wir sind überzeugt, dass diese Vorleistungen der öffentlichen Hand einen Entwicklungsschub für das Areal auslösen werden“, ergänzte Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen.

Private Investitionen von über einer Milliarde Euro erwartet

Der Ausbau der Infrastruktur auf dem Areal im Essener Norden und Bottroper Süden soll sich auf übergeordnete Straßen, Brücken oder Unterführungen, Autobahnanschlussstellen an der A42 und A52, Entwässerungsmaßnahmen sowie auf ein Freiraum- und Mobilitätskonzept beziehen. „Erst durch diesen ehrgeizigen Maßnahmenplan wird der Weg für private Folgeinvestitionen in einer Größenordnung von über einer Milliarde Euro freigemacht. Das ist unser Erfahrungswert aus anderen Projekten“, sagte Markus Masuth, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien.

Fünf Gewerbequartiere als Herzstück: Flächensanierung bereits gestartet

Herzstück des Projektes sind fünf ehemals bergbaulich genutzte Flächen von insgesamt 150 Hektar Größe, die von 2020 bis voraussichtlich 2026 schrittweise aus der Bergaufsicht gelöst werden. Für die Flächensanierung dieser Areale werden RAG und RAG Montan Immobilien rund 100 Millionen Euro investieren. Die Sanierungsarbeiten auf der Fläche Emil-Emscher wurden bereits im Sommer gestartet.

Modellprojekt für Klimaschutz und neue Mobilität

Das Stadtentwicklungsprojekt soll durch Klimaschutzmaßnahmen und klimaangepasste Planung modellhaft sein: „Wir entwickeln diesen Raum im Einklang von Ökonomie, Umwelt- und Klimazielen“, erklärte Bernd Tischler. So sieht das Konzept beispielsweise vor, Regenwasser oberirdisch abzuleiten. Das Mobilitätskonzept zielt auf eine Bündelung von Gewerbeverkehren und den Vorrang für emissionsarme Fahrzeuge und ÖPNV auf einer neuen Umwelt-trasse zwischen den Stadtkernen von Bottrop und Essen.

Parks, Plätze und Promenade steigern Arbeits- und Lebensqualität

Das Freiraumkonzept sieht eine Erweiterung der der bestehenden Grünzüge und die Verbindung zum Wasser vor: Mit dem sogenannten Nukleus soll zwischen dem Rhein-Herne-Kanal, dem Stadthafen und der renaturierten Emscher ein Quartier entstehen, das eine moderne Arbeitsumgebung sowie zahlreiche Freizeitmöglichkeiten bietet. Geplant sind neue Parkanlagen, Plätze und eine Uferpromenade am Kanal in Verbindung mit Gastronomie. „Mit dem Nukleus wollen wir nicht nur Start-ups und wissensbasierten Unternehmen ein optimales Umfeld zum Arbeiten bieten, sondern auch ein neues urbanes Zentrum schaffen, das die Menschen aus den umliegenden Quartieren an den Raum bindet“, sagte Bernd Tischler. „Wir sind überzeugt: Das wird ein starkes Stück Ruhrgebiet.“

 

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