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Initiative für leise Motorräder gestartet

NRW-Verkehrsministerin Brandes, Innenminister Reul und Verbände appellieren bei einer Aktion an der Grafenmühle.

Bürgermeisterin Monika Budke (5.v.l.) mit NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes (6.v.l.) und Innenminister Herbert Reul (7.v.l.) an der Grafenmühle..© NRW-Verkehrsministerium / Ralph Sondermannvon www.ralphsondermann.com

Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer freuen sich, dass es wieder losgeht: Die Motorradsaison mit sonnigen Tagen, an denen sie die schönen Ausflugsstrecken in Nordrhein-Westfalen genießen können. Für viele Anwohnerinnen und Anwohner entlang eben dieser Routen beginnt die Sorge vor dem Motorradlärm, wenn es auf ihren Terrassen und in den Gärten laut werden kann.

Verkehrsministerin Ina Brandes und Innenminister Herbert Reul rufen gemeinsam mit dem „Bundesverband gegen Motorradlärm“, der Initiative „Silent Rider e. V.“ und dem „Bundesverband der Motorradfahrer e.V.“ an alle Bikerinnen und Biker dazu auf, umsichtig und mit Rücksicht zu fahren. Die Erklärung: „gut. sicher. leise. Gemeinsame Erklärung für die Motorradsaison 2022“ wurde am Montag, 9. Mai 2022, am beliebten Ausflugsziel „Grafenmühle“ in Bottrop unterzeichnet.

"Die Erklärung für eine gute, sichere und leise Motorradsaison 2022, die wir heute unterzeichnen, ist ein wichtiger Schritt im Umgang mit dem Thema Motorradlärm", sagte Bürgermeisterin Monika Budke in ihrem Grußwort. "Gerade weil wir in Bottrop mit der Grafenmühle einen prominenten Motorradtreff haben, ist es uns als Stadt ein Anliegen, die Erklärung zu unterstützen. Im Großen und Ganzen hat es hier immer ein friedliches Nebeneinander von Motorradfahrerinnen und –fahrern sowie den anderen Besuchern der Grafenmühle und der Umgebung gegeben."

"Ob auf den schönen Straßen des Münsterlandes, entlang des Rheins oder durch das kurvige Sauerland: Nordrhein-Westfalen bietet eine Fülle an attraktiven Routen, um das Motorradfahren zu genießen", betonte NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes. "Die neue Saison soll aber allen Freude machen: Denen, die auf dem Motorrad unterwegs sind – und denen, die draußen Ruhe genießen wollen. Es freut mich sehr, dass wir in diesem Jahr gemeinsam mit dem ‚Bundesverband gegen Motorradlärm‘, dem Verein ‚Silent Biker‘ und dem ‚Bundesverband der Motorradfahrer e.V.‘ an alle Motorradfans appellieren, rücksichtsvoll und vor allem leiser zu fahren. Das vermeidet Konflikte, verbessert die Lebensqualität und schont auch das Klima. So können Anwohner und Motorradfahrer gemeinsam entlang der schönen Ausflugsstrecken ihre Freizeit genießen.“

Das Ziel der Kampagne ist, Bikerinnen und Biker nachhaltig dafür zu sensibilisieren, angemessen und umsichtig zu fahren, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen.

"Überhöhte Geschwindigkeit und waghalsiges Beschleunigen erzeugen nicht nur störenden Motorradlärm, sondern verursachen auch die Mehrzahl der Unfälle", sagt Innenminister Herbert Reul. "Insofern bedeutet mehr Lärm auch mehr Unfälle. Beides ist vermeidbar und hängt stark von der eigenen Fahrweise ab. Wer rücksichtsvoll und vorsichtig fährt, senkt deshalb neben dem Motorradlärm auch das eigene Unfallrisiko ganz erheblich. Biker, die wiederholt durch unbesonnene und riskante Fahrweise auffallen, werden durch die Polizei aus dem Verkehr gezogen. Das gilt genauso bei illegalem Tuning, um den Lärmpegel der Maschine zu erhöhen.“

Im vergangenen Jahr hatte das Verkehrsministerium die Landesinitiative „Ich bin #leiserbiker. Gas runter! Lärm runter!“ gestartet und ein starkes Zeichen für mehr Achtsamkeit, Rücksicht und Respekt auf der Straße gesetzt. Landesweit wurden an rund 150 Standorten auf Informationstafeln der Landesverkehrswacht Bikerinnen und Biker aus Nordrhein-Westfalen vorgestellt: Sie alle sind als #leiserbiker mit Respekt und Rücksichtnahme im Land unterwegs.

Immer wieder hatte das Verkehrsministerium an weitere interessierte Kommunen die #leiserbiker-Plakate verschickt, damit an besonders betroffenen Orten stärker für eine angemessene Fahrweise geworben wird. Zugleich wurde der Dialog mit den Verbänden, die sich gegen Motorradlärm einsetzen, fortgeführt.

Auf Initiative Nordrhein-Westfalens hat der Bundesrat die Bundesregierung bereits 2020 aufgefordert, sich auf europäischer und internationaler Ebene stärker für geringere Lärmemissionen bei Motorrädern einzusetzen. Motorräder sollen nicht nur bei der Typprüfung die gesetzlich vorgeschriebenen Geräuschwerte einhalten, sondern später auch im Fahrbetrieb. Zudem sollen die Strafen für extra-laut “getunte” Motorräder härter werden.

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