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© Originalfoto von lorenz.markus97 ist lizenziert unter Creative Commons

A42: Brücken-Sperrung bleibt bis auf weiteres bestehen

Stadtverwaltung prüft verkehrsleitende Maßnahmen

Seit Montag, 11. Dezember, ist die A42 im Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Bottrop-Süd bis zum Autobahnkreuz Essen-Nord in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt. Hintergrund sind Erhaltungsarbeiten der Autobahn GmbH an der Rhein-Herne-Kanalbrücke. Ursprünglich war geplant, dass die Arbeiten und damit verbundenen Einschränkungen bis Samstag, 16. Dezember, bzw. Dienstag, 19. Dezember, 5 Uhr andauern. Die Autobahn GmbH hat nun mitgeteilt, dass die Vollsperrung bis auf Weiteres bestehen bleiben muss. Im Zuge der Schadensanalyse und weiteren Untersuchungen im Rahmen der Instandsetzung seien weitere Schäden an Brückenhängern aufgetreten, die mit neuester Technik festgestellt und bewertet werden müssen.

Großräumige Umleitungsstrecken.© Die Autobahn Westfalen
Umleitung des Nahverkehrs© Stadt Bottrop

Monitoring und Schrankenanlage

Die nächsten Wochen werden Drohnen in den Brückenbogen eingesetzt, um auch Aussagen zum Inneren des nicht begehbaren Bogenkastens zu bekommen. In den nächsten Tagen sollen daher sämtliche Hänger untersucht und detektierte Schäden an der Brücke näher erfasst und anschließend saniert bzw. schweißtechnisch instandgesetzt werden. Darüber hinaus wird ein umfängliches elektronisches Monitoring-System installiert, damit kleinste Veränderungen an der Brücke unmittelbar festgestellt werden können, wenn der Verkehr wieder fließt. Dazu zählt auch der Aufbau einer Wiege- und Schrankenanlage zur Kontrolle des Verkehrs. Das erlaubt es, die Brücke für PKW, die die Infrastruktur weniger stark belasten als der Schwerverkehr, schneller wieder zu öffnen.

Brückenstabilisierung

Langfristiges Ziel der Autobahn GmbH sei es, die Brücke so zu stabilisieren, dass möglichst viel Verkehr fließen kann, bis der geplante Neubau der Brücke steht.

Aufgrund der andauernden Sperrung prüft die Stadt Bottrop verkehrsleitende Maßnahmen, um die Verkehrssituation im Bottroper Süden zu verbessern.

Oberbürgermeister Bernd Tischler weiß darum, dass alle Beteiligten von der Autobahn GmbH über die Städte Essen und Bottrop bis hin zu weiteren Behörden und Interessenvertretern sich gemeinsam intensiv bemühen, die anstehenden Probleme möglichst wenig belastenden Lösungen zuzuführen, vor allem im Zuge der Belastungen von Bürger*innen durch die Umleitungs- und Schleichverkehre, Der OB macht sich aber auch Sorgen wegen des Wirtschaftsstandortes Bottrop mit Blick beispielsweise auf eine langanhaltende Sperrung der A42 für den LKW-Verkehr.

53 Jahre alt

Die Rhein-Herne-Kanal-Brücke im Zuge der A 42 wurde 1970 für den Verkehr freigegeben. Sie war in dieser Form eine der ersten Stabbogenbrücken mit einer außerordentlich großen Spannweite. Seit Jahren steht sie unter aufmerksamer Beobachtung der Straßenbauverwaltung, vor allem, weil sie nach den Einschränkungen auf der A 1 bei Leverkusen und der A 40 bei Duisburg-Neuenkamp in den vergangenen Jahren verstärkt Schwerverkehr verkraften musste. Deswegen wurde auch die turnusgemäße Hauptprüfung auf dieses Jahr vorgezogen, bei der die Schäden festgestellt wurden.

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