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320 „Last Minute“-Chancen für Berufseinsteiger

Initiative „Querfeldein“ wirbt für betriebliche Ausbildung

© Stadt BottropAkteure verschiedener Behörden und Fachrichtungen setzten sich für die berufliche Ausbildung ein.

Wer jetzt noch einen Ausbildungsplatz sucht hat gute Chancen. In Bottrop gibt es noch 320 „Last Minute“-Stellen, um in einen Beruf zu starten. Auch über den 1. August hinaus gibt es Möglichkeiten, einen Ausbildungsvertrag zu unterschreiben.

Darauf hat jetzt der Zusammenschluss „Querfeldein“ hingewiesen. Berufsverbände, Agentur für Arbeit, Gewerkschaften und die Stadtverwaltung kümmern sich darin gemeinsam um den Einstieg junger Menschen in das Berufsleben.

In diesem Jahr steht der Beginn der Ausbildung unter besonders schwierigen Vorzeichen. Wegen der Corona-Krise gab es, während der beruflichen Orientierungsphase, kaum Gelegenheit zum direkten Kontakt zwischen den Unternehmen und Abschluss-Schülern. Hinzukommt, dass viele Unternehmen einer unsicheren Zukunft entgegenblicken. Dennoch sei es ihm ein großes Anliegen, die Unternehmen stärker in Richtig Ausbildung zu bewegen, so Oberbürgermeister Bernd Tischler während eines Pressegesprächs. „Zur Fachkräftesicherung muss ausgebildet werden. Es ist noch Zeit zu handeln“, betont er.

Zustimmung bekommt Bernd Tischler von der IHK. Dr. Jochen Grütters, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer, appelliert an die Unternehmer: „Bildet aus! Perspektivisch braucht ihr Mitarbeiter.“ Den Schulabgängern rät er jetzt noch in den langgezogenen Schlussspurt einzusteigen. „Meldet euch. Wir werden etwas für euch finden.“ Gegenüber dem Mai 2019 seien in diesem Jahr nur halb so viele Ausbildungsplätze besetzt.

Edith Holl von der Agentur für Arbeit erklärt, dass es in Bottrop noch offene Stellen in unterschiedlichen Bereichen gäbe. „Es geht noch was. Jugendliche können die Sommerferien nutzen, um mit Betrieben in Kontakt zu kommen“, sagt Holl.

DGB-Regionsgeschäftsführer Mark Rosendahl hat die wirtschaftliche Entwicklung im Blick. „Es darf keine Pause auf dem Ausbildungsmarkt geben.“ Eine andernfalls entstehende Lücke bliebe bestehen und sei nicht wieder aufzufüllen. „Wir brauchen Elan, sonst kommen wir aus der Wirtschaftskrise nicht wieder raus“, sagt er und wendet sich mit diesem Appell gleichermaßen an Unternehmer und Jugendliche.

Auf den anhaltend hohen Arbeitskräftebedarf im Handwerk weist Knuth Heine von der Handwerkskammer hin. „Die Konjunktur im Handwerk war ausgesprochen gut. Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass dies in der Nach-Corona-Zeit nicht so weiterläuft.“ Schülerinnen und Schülern, die in den kommenden Jahren mit einer Ausbildung beginnen, rät er, die Sommerferien für ein Praktikum zu nutzen.

Auch Thorsten Bräuninger vom Jobcenter Arbeit für Bottrop sieht den Einstieg in eine berufliche Erfolgsgeschichte noch nicht verpasst. „Eine betriebliche Ausbildung ist wie in Sechser im Lotto: beides sichert eine lebenslange Existenz.“

Die Stadtverwaltung Bottrop setzt sich auf verschiedenen Ebenen ein, dass Jugendliche und Ausbildungsbetriebe in einen unmittelbaren Kontakt kommen. Dazu werden junge Menschen in Schulen und Jugendtreffs angesprochen. Jeweils im Herbst findet beispielsweise eine Ausbildungsmesse statt. In diesem Jahr wird sie – Corona bedingt – erstmals als digitale Messe stattfinden.

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