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Neuer Schwung für Hansacenter-Umbau

Kino und Hotel bringen Freizeit- und Kulturangebot in die Innenstadt

© Stadt BottropWollen dem Hansacenter wieder Leben einhauchen: Hermann Hirschfelder (v.l.), Andreas Herrmann, Bernd Tischler, Hubert Schulte-Kemper und Frank Beicht.

Die Vorbereitung für die Revitalisierung des Hansa-Centers sind einen wichtigen Schritt weiter. Zwei große Mieter haben jetzt die Verträge unterschrieben. Sie wollen ein Kino und ein Hotel in die Einkaufsmall integrieren. Mit weiteren, bereits bestehenden Mietverträgen sind damit der überwiegende Teil der rund 20.000 Quadratmeter großen Einkaufspassage vermietet, so dass jetzt mit den Umbauarbeiten begonnen werden kann.

Seitens der Stadt begrüßen Oberbürgermeister Bernd Tischler sowie Hermann Hirschfelder und Frank Beicht vom Wirtschaftsförderungsausschuss die jüngste Entwicklung des seit Jahren leerstehenden Gebäudekomplexes. „Es ist ein entscheidender Schritt zur Revitalisierung des Hansacenters und der gesamten Innenstadt“, sagt Bernd Tischler. Die jetzt getroffenen Vereinbarungen verkörpern zwei Bausteine einer multifunktional ausgerichteten Innenstadt.  „Im Herzen unserer Stadt entsteht ein neues Freizeit- und Kulturangebot“, so Tischler.

Hermann Hirschfelder (CDU), Vorsitzender des Wirtschaftsförderungsausschusses, lobt die Entscheidung der Investoren für Bottrop. „Ich betrachte es mit Genugtuung, dass wir die Wirtschaft über Parteigrenzen hinweg voranbringen konnten“, sagt Hirschfelder mit Verweis auf die Gemeinsamkeit mit dem stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Frank Beicht von der SPD. Beide erinnern an eine Begegnung mit einem der Investoren auf der Immobilienmesse Expo in München, bei der die nun getroffene Vereinbarung ihren Ursprung nahm. Frank Beicht freut sich, dass es endlich wieder ein Kino in Bottrop geben werde. „Bei den ersten Gesprächen war zunächst überhaupt nicht absehbar, ob das in dieser Immobilie überhaupt möglich ist“, sagt er. Dass innerhalb von acht Monaten Einigkeit erzielt wurde, belege die große Bereitschaft der Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik hier voranzukommen.

Eigentümer des Hansacenters ist seit November 2019 die Fakt AG aus Essen. Vorstandsvorsitzender Hubert Schulte-Kemper kündigt die ersten Umbauten noch für dieses Jahr an. Wegen der unterschiedlichen Nutzungen sei ein aufwändiges Genehmigungsverfahren notwendig. Neben Kino und Hotel gebe es weitere Verträge beispielsweise mit einem Lebensmittelanbieter und Gastronomiebetrieben.

Schulte-Kemper spricht von einem „Eventcenter mit Restauration und Kino“ notwendig sei dabei auch ein Hotel. Auf 3.300 Quadratmeter werde ein Hilton-Hotel mit rund 100 Zimmern gebaut. Das Angebot konzentriert sich auf Übernachtungen mit Frühstück.

Ein erweitertes Kinokonzept will Andreas Herrmann von der Filmwelt Ruhr umsetzen. Auf rund 1.800 Quadratmetern sollen acht Kinosäle entstehen. Neben dem üblichen Programmkino können die Säle für Veranstaltungen gemietet werden. Andreas Herman arbeitet mit einer Filmhochschule zusammen, die beispielsweise für Jubiläen eigens Filme produzieren kann. Andreas Herrmann betreibt nicht nur die Kinokette Filmwelt Ruhr, sondern hat sich als Architekt auf den Bau von Hotels und Eventgastronomie spezialisiert. Neben dem Umbau des Hansacenters betreut er weitere Projekte in Berlin, Hamburg und Klagenfurt.

Gemeinsam mit dem Fakt-Vorstandsvorsitzenden Schulte-Kemper hat er bereits Ideen für das rund 20.000 Quadratmeter große Flachdach. Ein Kinostrand und ein Gewächshaus für die Restaurants schwebt den Geschäftspartnern vor. Konkreter sind die nächsten Schritte. Ein neuer Bauzaun mit den aktuellen Transparenten zum Hansacenter, sollen den Neustart hinweisen.

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