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Leerstände in der Innenstadt sollen Vergangenheit angehören

Im ersten Schritt werden nach Möglichkeit bis zu acht Ladenlokale neu besetzt

Mit dem Soforthilfeprogramm "Innenstadt 2020" des Landes NRW sollen sukzessive die Leerstände bzw. solche Lokale, die von Leerstand bedroht sind rund um die Hansastraße in der Innenstadt beseitigt werden. Mit knapp 500.000 Euro und einer Laufzeit von zwei Jahren bietet das Projekt im Rahmen eines "Verfügungsfonds Anmietung" die Möglichkeit, dass neue Unternehmen Fuß fassen können und die Innenstadt belebter wird.

Multifunktionale Innenstadt

„Unser Ziel ist es, mit einer möglichst unterschiedlichen Aufstellung neuer Ladenlokale eine multifunktionale Innenstadt bieten zu können“, macht Oberbürgermeister Bernd Tischler deutlich. „Umso mehr hat es uns gefreut, dass bei der Bewerbungsphase ein bunter Mix aus Unternehmen ihr Interesse bekundet hat.“

Die städtische Wirtschaftsförderung, die den "Verfügungsfonds Anmietung" führt, hat im Zuge des Projektaufrufes insgesamt 19 Konzepte erhalten. Davon sind 13, entsprechend der Vorgaben des Landes NRW, formal förderfähig. Im Anschluss wurden innerhalb eines Entscheidungsgremiums, bestehend aus Vertretern des Wirtschaftsförderungsausschusses, der IHK, des Einzelhandelsverbandes sowie der Banken und Interessensgemeinschaften, diese 13 Konzepte hinsichtlich ihrer Förderwürdigkeit bewertet. Daraus geht hervor, dass elf Konzepte als förderwürdig einzuschätzen sind. Die zwei weiteren Konzepte werden weiterverfolgt, sind jedoch nicht für den Bereich in der Innenstadt geeignet.

„Es wird ein spannender Strukturwandel für unsere Stadt werden. Die Anzahl der neuen Unternehmen bedeutet zwar eine entsprechende Herausforderung, aber gemeinsam können wir eine neue Bandbreite an Angeboten realisieren“, betonen Hermann Hirschfelder und Frank Beicht, Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Wirtschaftsförderungsausschusses.

Die Unternehmen

Den elf Unternehmen sollen im folgenden die passenden Ladenlokale zugeordnet werden. Da der erste Förderantrag auf sieben Lokale gedeckelt war, bereitet die städtische Wirtschaftsförderung bereits einen zweiten Antrag vor.

Den Anfang zur Realisierung sollen relativ zeitnah die „Albrecht CC GmbH“ für Pelz und Felle im Dekorbereich auf der Adolf-Kolping-Straße 1 und „Läden der Zukunft“ in den ehemaligen Ladenflächen von Douglas und Christ (Hansastraße 6-8) machen. In den leerstehenden Stores soll ein Raum für Schüler, Studenten und Start-Ups entstehen, um Produktideen in sogenannten „Pop-Up-Boxen“ zu testen und die Resonanz der potentiellen Zielgruppe zu analysieren.

Auch die Inhaber des Grusellabyrinths möchten einen Marketing- und Verkaufsraum anmieten und dort gemeinsam mit der „Paperdice Solutions GmbH“ neben Tickets und Merchandise für das Grusellabyrinth eine Stadtrallye anbieten. Der Lebensmittelbereich wird von spanischen Spezialitäten (Fritas Natural), über vegane Lebensmittel (Just VGN) bis hin zur Low-Carb Ernährung (Lekka Low Carb Kitchen) und Nahrungsergänzungsmittel auf Hanfbasis (CanaLine) ebenfalls stark vertreten sein. Auch zwei Anbieter von Bekleidung sind als förderwürdig bestätigt worden (Fashionstar: Modeboutique „Secret by; MW Textilhandel UG: Modegeschäft). Beide setzen neben dem Verkauf von Mode auch auf Events. Der bereits ansässige Florist „Der Holländer“ sowie das Prosperkolleg mit einem Showroom zur zirkulären Wertschöpfung in der Wirtschaft runden den Unternehmensmix ab.

„Wir hoffen, dass mit einem entsprechenden Entgegenkommen der Eigentümer in der ersten Förderungsphase statt der geplanten sieben Lokale bereits acht belegt werden können. Wir sind im regen Austausch mit den Interessenten und Vermietern und freuen uns auf die zukünftige Entwicklung in der Innenstadt“, sagen Amtsleiterin Sabine Wißmann und Mitarbeiterin Dorothee Lauter von der städtischen Wirtschaftsförderung.

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