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Hansa-Center bleibt auf Kurs trotz Corona

Der Investor will kurzfristig die Fassade sanieren und den Bauzaun am Berliner Platz entfernen. Mit der Innovation City Managementgesellschaft und E.ON ist eine Kooperation geplant. In ein Sanierungsprogramm für die Innenstadt soll das Hansa-Center eingebunden werden.

Trotz Corona und schwieriger Lage für den Einzelhandel soll es bei der Eröffnung des neuen Hansa-Centers bleiben. "Vorgesehen ist dieser für August 2022", sagt Hubert Schulte-Kemper, Vorstandsvorsitzender und Unternehmensgründer der Fakt Immobilien AG aus Essen, die seit November 2019 Eigentümerin des Gebäudes ist. Von der Corona-Flaute spüre man im Unternehmen nichts, man habe noch nie so viel vermietet wie in den letzten Monaten. Strategisch stellten sich viele Unternehmen jetzt bereits auf für die Zeit nach der Pandemie. Dafür wollen diese offensichtlich eine gute Startposition haben.

Unter Dach und Fach seien die Verträge mit dem Kinobetreiber "Filmwelt Ruhr", der auf 2.295 Quadratmetern neben acht Kinosälen auch Gastronomie und Erlebnisangebote realisieren will, sowie mit dem Hotel Hampton by Hilton, das 5.000 Quadratmeter belegt. Auch bei der Vermietung anderer Ladenflächen, die in einer Größe von 20 bis 1.200 Quadratmeter angeboten werden, laufe es nicht schlecht. Teilweise seien Verträge noch mit dem Voreigentümer geschlossen worden, hätten aber noch immer Bestand.

© Stadt BottropBausubstanz besser als erwartet: Das Hansa-Center wartet auf einen Umbau und Neueröffnung.

Einen Bauantrag für die Umbaumaßnahmen wolle man im März stellen. Dabei ist man zuversichtlich in Bezug auf die Umsetzung der Baumaßnahmen. "Denn", so Schulte-Kemper, "im Gebäude kann man mit dem Trockenbau beginnen, denn der Zustand ist besser, als wir erwartet haben." Die Baustelle liegt zwar seit Jahren brach, doch nach eingehender Bestandsaufnahme des technischen Zustandes, kommt man zum Schluss: "Die Substanz ist so gut, dass man darauf aufbauen kann."

Für den Erfolg des Projekts als unverzichtbar wertet die Fakt AG alle Maßnahmen in Bezug auf die Entwicklung der Bottroper City, die nun die politischen Beratungen gehen. Vor allem die Ausweisung der notleidenden Innenstadt als städtisches Sanierungsgebiet und die damit verbundenen Vorteile der Eigentümer für Investitionen seien ein wesentlicher Baustein für eine positive Entwicklung.

Situation am Berliner Platz soll sich kurzfristig verbessern

Die Fakt AG will kurzfristig zunächst einen siebenstelligen Betrag in das Gebäude investieren, um die nötigsten Arbeiten am Hansa-Center anzugehen. Darunter fällt unter anderem die Sanierung der Fassade. "Im Prinzip soll sie in der jetzigen Ausführung erhalten bleiben, allerdings muss sie nun endgültig fertig gestellt und vor allem abgedichtet werden, sagt Hubert Schulte-Kemper.

Ist die Fassade hergestellt, kann auch der Bauzaun auf dem Berliner Platz, der sich nun seit Jahren vor dem Gebäude befindet, entfernt werden. Dies wirkt sich unmittelbar auf die Innenstadt aus. Der Baustellencharakter werde zwar erst einmal bleiben, es sei dann aber eine geordnete Baustelle und keine Ruine mehr.

Kurzfristig realisiert werden soll auch der Einzug einer Bäckerei im Erdgeschoss. Sie liegt am Eckpunkt des Gebäudes Berliner Platz / Poststraße.

Energetische Sanierung

Die Fakt AG will den gesamten Baukörper energetisch sanieren und optimieren. Hier bieten sich ihre Möglichkeiten zur Zusammenarbeit an. Zum einen soll E.ON ein Kooperationspartner werden, zum anderen die Innovation City Managementgesellschaft. Mit E.ON hat man bereits gute Erfahrung bei einem Projekt in Herne. Dabei hat man nicht nur eine Solaranlage auf dem Dach vorgesehen, sondern will auch Heizung, Kühlung und Gebäudedämmung auf den neuesten Stand bringen. Neben technischem Knowhow will der Betreiber auch Möglichkeiten ausloten, um möglichst viel Fördertöpfe für das Vorhaben in Anspruch nehmen zu können.

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