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© Bauknecht

Investor stellt Pläne für Gleiwitzer Platz vor

Moderne Büroräume stoßen auf Zustimmung in Politik und Verwaltung

Am Ende stößt das neue Konzept für das RAG-Gebäude am Gleiwitzer Platz auf breite Zustimmung. Politik und Verwaltung sind sehr zufrieden mit den Ideen, die Garrit Bauknecht vom Investor Bauknecht Immobilien Holding aus Stuttgart vorstellte. „Die Zusammenarbeit ist von Anfang an sehr gut. Wir haben mit dem Unternehmen einen sehr verlässlichen und kompetenten Partner“, sagt Oberbürgermeister Bernd Tischler während eines Pressegesprächs. „So etwas Durchdachtes wird selten präsentiert. Ich bin fast euphorischen“, sagt Frank Beicht (SPD), Vorsitzender des Planungsausschusses. Und Hermann Hirschfelder hofft, dass die Ideen tatsächlich umgesetzt werden. „Es muss etwas passieren, damit das Bedürfnis des Aufbruchs in der Innenstadt sichtbar wird.“ In der Vergangenheit habe man zu Vieles wieder revidieren müssen.

© Stadt BottropHermann Hirschfelder und Klaus Müller sind aufmerksame Zuhörer bei der Präsentation von Garrit Bauknecht.

Mit dem jetzt so benannten „Bauknecht Quartier“ (kurz: BQ) soll das Quarée zwischen Böckenhoffstraße und Gleiwitzer Platz aufgewertet werden. In dem gesamten Gebäudekomplex sollen nach dem Auszug der RAG rund 13.000 Quadratmeter Büroflächen entstehen. Damit bleibt das unter Denkmalschutz stehende Gebäude als Gewerbeimmobile erhalten und bringt zusätzliche Arbeitsplätze in die Innenstadt. „Wir transformieren ein denkmalgeschütztes Gebäude in die Zukunft“, sagt Garrit Bauknecht. Dafür gehen die vorbereitenden Bauarbeiten „bis ins Mark des Gebäudes“. Selbst das Fundament und tragende Betonstützen werden neu gebaut, um einen zeitgemäßen Zuschnitt der Büroflächen zu ermöglichen. Bauknecht betont denn auch mehrfach die Flexibilität und die Barrierefreiheit des Gebäudes. 

Die Abbrucharbeiten seien fast abgeschlossen und der Aufbau beginnt in den kommenden Tagen, erklärt Bauknecht. Mit dem kompletten Abschluss der Bauarbeiten rechnet er im Sommer 2022. Der erste Mieter zieht bereits im Januar ein. Bauknecht betont das langfristige Interesse seines Unternehmens in Bottrop präsent zu sein. So tritt er nicht nur als Investor, sondern auch als Vermieter auf. „Über 40 Prozent der Flächen sind bereits vermietet“, sagt er. Die Mietkosten betragen elf bis 14 Euro je Quadratmeter und Monat. 

© BauknechtDie Parkplätze sollen unter die Erde verlegt werden. Darüber sollen Pavillon einen Marktplatz-Charakter vermitteln.

Der Umbau berücksichtig den Klimaschutz. Bauknecht zählt dafür Wärmedämmung, dreifach Verglasung, LED-Licht, Solaranlagen und ein ausgeklügeltes Heiz- und Lüftungssystem auf. Auch sonst sollen sich die Beschäftigten in dem Gebäude wohlfühlen. Begrünte Dachterrassen, Ladestationen für E-Bikes und Co-Working-Plätze schaffen ein zeitgemäßes Arbeitsumfeld.

Für Garrit Bauknecht, der mit seinem Unternehmen vor allem in Süddeutschland aktiv ist, ist der Umbau des RAG-Gebäudes das erste Projekt in NRW. „Ich habe zufällig davon erfahren“, sagt er. Bei seinem ersten Besuch in Bottrop war er schnell interessiert. „Zu 50 Prozent werden Investitionsentscheidungen emotional bestimmt. Das Bauchgefühl war gleich klar“, sagt er. Die Wirtschaftlichkeitsberechnung gab dann im März vergangenen Jahres den Ausschlag, zu kaufen. „Wir haben hier ein namhaftes Objekt erworben“, findet Bauknecht. Um seinen Stellenwert in der Stadt gerecht zu werden, hat das Unternehmen gemeinsam mit den Bottroper Planungsbüro Bocksteen den Gleiwitzer Platz vor dem Gebäude gleich mitgeplant. „Es ist ein reiner Konzeptentwurf“, betont Bauknecht während der Präsentation. Vorgesehen ist, eine unterirdische Parkplatzebene zu bauen. Darüber soll ein Platz mit Pavillons und Bäumen entstehen. Er stellt sich einen beschatteten Marktplatz mit kleinen Gastronomieangeboten vor. „Es soll Spaß machen, sich dort aufzuhalten“, beschreibt Bauknecht die Idee. 

© BauknechtDer repräsentative Haupteingang mit dem Glasfahrstuhl bleibt erhalten.

Der Technische Beigeordnete Klaus Müller sieht den Bedarf, den Platz zu überplanen und begrüßt die Ideen der Bauknecht Holding. Inwieweit die Pläne aber umgesetzt werden, sei die Entscheidung der Politik. Ein zeitaufwändiges B-Plan-Verfahren sei nicht notwendig und die Anzahl der Parkplätze würde sich gegenüber dem jetzigen Angebot auf 100 verdoppeln. 

Garrit Bauknecht freut sich, dass er mit dieser Idee auf Zustimmung stößt. Ohnehin sei er von der engen und unkomplizierten Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung begeistert. „Es ist deutlich zu spüren, dass alle an einem Strang ziehen und aus dem markanten Gebäude und Platz im Zentrum der Stadt etwas Attraktives entwickeln wollen.“


© BauknechtBodentiefe Fenster und eine komplett neue Fassade am "Neubau" des alten RAG-Gebäudes.

© BauknechtDie Parkplätze auf dem Gleiwitzer Platz werden tiefer gelegt.

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