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Lebendige und vielfältige Integrationsarbeit

Referat Migration stellt Integrationsbereicht 2017 vor

© Stadt BottropThomas Schwarzer (links) und Jürgen Gorgol stellen den Integrationsbericht 2017 vor.

Mehrsprachigkeit wird zum Normalfall in den Bottroper Schulen. Dies geht aus dem Integrationsbericht 2017 des Referats für Migration hervor. In einigen Stadtbezirken haben bis zu zweidrittel der schulpflichtigen Jungen  und Mädchen einen Migrationshintergrund. „Mehrsprachigkeit ist keine Ausnahme, sondern die Regel an den Schulen“, sagt Thomas Schwarzer, Leiter des Kommunalen Integrationszentrums, bei der Vorstellung des Berichts.

Das 190 Seite starke Werk gibt im ersten Teil einen Überblick zu Einrichtungen und Vereinen, die sich um Integration bemühen. Der zweite Teil ist in umfangreiches Zahlenwerk, das die Migrations-Entwicklung beispielsweise nach Stadtteilen und Alterskohorten auflistet. „Bottrop ist nicht weniger bunt als Berlin“, sagt Schwarzer mit Blick auf die unterschiedlichen Herkunftsländer der Migranten. Konkrete Handlungsempfehlungen gibt der Bericht nicht. Vielmehr ist es ein Nachschlagewerk für Politik und Verbände, die zielgerichtet informieren wollen.

Besonders ausfällige Entwicklungen zeichnen sich in dem aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragenen Zahlenwerk nicht ab. Vielmehr sei es so, dass sich bekannte Trends vergangener Jahre verstetigen. „Der Migrantenanteil an der Gesamtbevölkerung wächst kontinuierlich“, sagt Jürgen Gorgol vom Referat Migration. Auch seien Migranten an den Gymnasien weiterhin unterrepräsentiert. Wenn sie das Abitur erreichen, tun sie dies vor allem an der Gesamtschule.

In Wellen, noch ohne klare Tendenz, sind die Zahlen bei den Schul- und  Ausbildungsabschlüssen.  Der 2013 erstmals erstellte Integrationsbericht zeigt hier jährlich schwankende Zahlen, so dass sich Erfolge bei der Ausbildung noch nicht abzeichnen. "Wir brauchen mehr Daten, um Trend zu beschreiben", so Schwarzer.

In Bottrop gibt es 51 Einrichtungen, die sich mit Integration beschäftigen. Vereine, freie Träger und Behörden sind darunter, die auf unterschiedlichen Ebenen Angebote bereitstellen.  "In Bottrop ist die Integrationsarbeit lebendig, aktiv und sehr vielfältig", sagt Thomas Schwarzer. Dazu gehören Beratung, Interessenvertretung und Stadtteilarbeit. Einen wesentlichen Teil nimmt Bildungsarbeit ein. Insbesondere die Sprachvermittlung ist ein Aufgabenschwerpunkt des Referats Migration. Es brauche zwei bis drei Jahre bis eine ausreichende Sprachkompetenz erreicht sei, um Bildungs- und Berufsangebote nutzen zu können, erklärt Schwarzer. Integrations- und Sprachkurse zwischen unterschiedlichen Anbieter zu koordinieren ist eine wesentliche Aufgabe des Referats.

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