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43 Keuchhusten-Fälle im Jahr 2016

In Bottrop nimmt die Zahl der gemeldeten Erkrankungen deutlich zu

Bottrop liegt im Trend der vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Daten für Keuchhusten mit einem besonderem Anstieg der Erkrankungsfälle im Jahr 2016: Da die Erkrankung erst seit 2013 meldepflichtig ist, wurden in Bottrop für 2013 neun Fälle, für 2014 und 2015 je 22 Erkrankungen gemeldet. Im Jahr 2016 verdoppelte sich die Fallzahl auf 43. Die Ursache dafür ist eine bundesweit beobachtete Krankheitswelle, sicherlich jedoch auch eine über die Zeit verbesserte Erfassung der Krankheit.

Vor allem Säuglinge haben nach Mitteilung des städtischen Gesundheitsamtes das Risiko für einen komplizierten Krankheitsverlauf. Deswegen gehört die Impfung gegen Keuchhusten zu den von der STIKO (Ständige Impfkommission) empfohlenen Schutzimpfungen im Kindesalter.

Allerdings besteht die durch diese Impfungen erworbene Immunisierung nicht lebenslang, so dass eine Auffrischimpfung mit der nächsten Diphterie- und Tetanus- beziehungsweise Polioimpfung einmalig für alle Erwachsenen empfohlen wird.

Sofern in den vergangenen zehn Jahren keine Keuchhustenimpfung stattgefunden hat, sollten außerdem

  • Personal in Gesundheitsdiensten sowie in Gemeinschaftseinrichtungen,
  • Frauen im gebärfähigen Alter sowie
  • enge Haushaltskontaktpersonen (Eltern, Geschwister) und Betreuer (beispielsweise Tagesmütter, Babysitter, eventuell auch Großeltern) von Säuglingen

spätestens vier Wochen vor Geburt des Kindes eine Dosis Impfstoff erhalten. Erfolgte eine Impfung nicht vor der Schwangerschaft, sollte die Mutter bevorzugt in den ersten Tagen nach der Geburt des Kindes geimpft werden.

Die Überprüfung des Impfschutzes und eventuelle Keuchhustenimpfungen sind beim Haus- oder Kinderarzt möglich.

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