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Minister Laumann dankt Stadt Bottrop für Engagement

Gesundheitsministerium antwortet auf Schreiben von Oberbürgermeister Bernd Tischler zum "Apothekerskandal" - Neben besserem Kontrollsystem kündigt das Ministerium an, die neu geschaffene Beratungsstelle mit 20.000 Euro zu fördern.

NRW-Gesundheitsminister Karl Laumann hat sich in einem persönlichen Schreiben an Oberbürgermeister Bernd Tischler gewandt. Damit reagiert der Minister auf einen Brief der Stadt Bottrop an das Ministerium, in dem Oberbürgermeister Bernd Tischler Ergebnisse aus den Gesprächen mit den Betroffenen des "Apothekerskandals" und Schlussfolgerungen aus den Ereignissen in Bottrop dem Ministerium mitgeteilt hatte. Auch das Ministerium habe in der Sache zahlreiche Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern aus dem gesamten Land erhalten und sehe eine Hauptaufgabe darin, das verlorene Vertrauen in die pharmazeutische Versorgung wieder herzustellen, betont der Minister. Laumann unterstrich auch noch einmal den Einsatz und das Engagement der Stadt Bottrop in der Sache.

Das Ministerium habe mittlerweile eine Reihe von Schritten eingeleitet, die landesweit einheitlich zu einer Verbesserung der Überwachung führen sollen. Neben unangekündigten Kontrollen und amtlichen Probenahmen sollen die Ergebnisse der Überwachung der Schwerpunktapotheken zukünftig jährlich in Internet veröffentlicht werden.

Einig sei man auch in der Haltung, die Apothekerschaft in das Kontrollsystem einzubinden. "Die Apothekerkammer erarbeitet derzeit auf meinen Wunsch hin Vorschläge, wie der Berufsstand selbst dazu beitragen kann, dass ähnlichen Fällen zukünftig vorgebeugt wird", so der Minister in seinem Schreiben.

Weiterhin gibt es die Zusage, dass die Stadt Bottrop für die psychoonkologische Beratungsstelle aus Landesmitteln eine Zuwendung von 20.000 Euro erhält. "Unstrittig stellt der 'Apothekerskandal' für Krebserkrankte und deren Familien eine erhebliche Belastung dar", so Minister Karl Laumann. Deswegen trage er gerne den Wunsch nach einer solchen Beratungsstelle Rechnung und unterstütze die Stadt Bottrop beim Aufbau eines solchen Angebotes. Der Minister betont aber auch, dass die jetzt geschaffene Beratungsstelle nur ein befristetes zusätzliches Angebot sein könne, da es den behandelnden Ärztinnen und Ärzten obliege, die Patienten im Rahmen des Arzt-Patienten-Verhältnisses aufzufangen und zu beraten.

Oberbürgermeister Bernd Tischler dankt dem Minister für seine Unterstützung. Der Oberbürgermeister erinnert in diesem Zusammenhang noch einmal an die Rückmeldungen, die er in der Vergangenheit bei vielen Gesprächen mit Betroffenen bekommen hatte. Darin wurden effizientere Kontrollen und der Wunsch nach einer Beratungs- und Anlaufstelle für Betroffene geäußert.

In dieser Woche (am Mittwoch, 17. Januar) gab es an der Gerichtsstraße 3 die ersten Beratungsgespräche. Das Angebot ist zunächst auf ein Jahr befristet und mit 15.000 Euro im städtischen Haushalt veranschlagt. Durch die Zuwendung des Landes stehen jetzt weitere Mittel zur Verfügung. Das Angebot richtet sich zwar vor allem an Bürger in Bottrop, kann aber auch von Betroffenen außerhalb der Stadt genutzt werden.

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