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Beratungsangebot für Betroffene des 'Apotheker-Skandals'

In Zusammenarbeit mit der Krebsberatungsstelle Gelsenkirchen wird eine Anlaufstelle an der Gerichtsstraße geschaffen.

© Stadt Bottrop

Die Stadt Bottrop wird eine Beratungsstelle für Betroffene des 'Apotheker-Skandals' einrichten. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Ausschuss für Gesundheit und Soziales am Donnerstag, 23. November 2017 und folgte damit einer Vorlage der Verwaltung. Damit wollen Verwaltung und Politik einem vielfach geäußerten Wunsch der Betroffenen nachkommen. Sie hatten bemängelt, dass sie im Umgang mit den Folgen um die minderdosierten Krebsmittel der Alten Apotheke auf sich gestellt wären und wünschten bessere Beratung und Betreuung.

Jetzt wird ein psycho-onkologisches Beratungsangebot kurzfristig geschaffen, das eine Ergänzung zu den bereits bestehenden Betreuungsanboten darstellt. Nach wie vor ist die seit Dezember 2016 eingerichtete Hotline des Gesundheitsamtes aktiv. Weiterhin gibt es auch Angebote der Selbsthilfe in der Stadt und es erfolgt natürlich eine medizinische Betreuung bei den behandelnden Ärzten und Krankenhäusern.

Stellen wird das neue Angebot vor Ort in Bottrop die Krebsberatungsstelle Gelsenkirchen. Diese Krebsberatungsstellen bieten eine psychosoziale Beratung und psychoonkologische Begleitung für alle an Krebs erkrankten Menschen und ihre Angehörigen an. Die Krebsberatungsstelle Gelsenkirchen soll insbesondere für Krebskranke und deren Angehörige, die von dem 'Apothekerskandal' betroffen sind, kostenlose Beratungen durchführen. Sie steht aber auch allen anderen für Beratungen zur Verfügung.

Dazu wird zwischen der Stadt Bottrop und der PariSozial gGmbH für die Region Emscher-Lippe eine Vereinbarung geschlossen werden. Auf Vorschlag der Beratungsstelle soll dabei die Beratung im Selbsthilfebüro der Pari-Sozial an der Gerichtsstraße 3 stattfinden, wo an vier Stunden pro Woche ein Team aus Sozialarbeitern, Psychologen und Ärzten zur Verfügung steht.

Das Angebot ist zunächst für ein Jahr befristet, wobei eine Verlängerung möglich ist. Dazu sollen Zuspruch und Nutzung des Angebots zwischenzeitlich geprüft werden. Die Kosten für die Beratung betragen etwa 15.000 Euro jährlich und werden von der Stadt Bottrop getragen.

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