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Helfer zeigen, wie man Leben rettet

Im Rahmen der Woche der Wiederbelebung gibt es einen Aktionsstand auf dem Cyriakusplatz

Im September rufen der „Berufsverband Deutscher Anästhesisten“ (BDA) und die „Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin“ (DGAI) wieder zur „Woche der Wiederbelebung“ auf. Die beiden Organisationen vertreten tausende Notärztinnen und Notärzte, die gleichzeitig auch Anästhesisten und Intensivmediziner sind.

Mit einem Aktionsstand unterstützt auch die Stadt Bottrop die Kampagne zur bundesweiten Woche der Wiederbelebung. Unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ können Interessierte vom 19. bis zum 23. September täglich auf dem Cyriakusplatz von jeweils 11 bis 15 Uhr erfahren und ausprobieren, was bei einem plötzlichen Herzstillstand zu tun ist. Denn: Reanimation ist einfach. Jeder kann ein Leben retten!

Dr. Michael Nosch (ÄLRD), Michael Thomas (stellv. ÄLRD) und Frank Lindemans (Sachgebietsleiter Rettungsdienst) haben Oberbürgermeister Bernd Tischler und Stadtkämmerer Jochen Brunnhofer das Programm zur Woche der Wiederbelebung präsentiert.© Stadt Bottrop

Die lebensrettende Devise lautet „Prüfen. Rufen. Drücken!“

Prüfen, ob die Person noch atmet und unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112 den Rettungsdienst rufen. Dann fest 100 mal pro Minute in der Mitte des Brustkorbs drücken und nicht aufhören, bis Hilfe eintrifft. „Man kann nur eins falsch machen, nichts machen“, erklärt Dr. Michael Nosch Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Notfallmedizin am Marienhospital Bottrop und ärztlicher Leiter beim Rettungsdienst der Stadt Bottrop. Durch Reanimationsunterricht an Schulen und Reanimationsschulungen im Rahmen der „Woche der Wiederbelebung“ werden Hemmschwellen in der Bevölkerung vor der Ersten Hilfe abgebaut und die Wiederbelebungsrate in Deutschland gesteigert.
Die Mund-zu-Mund-Beatmung, vor der sich viele ekeln, ist bei der Wiederbelebung zweitrangig. Entscheidend für die Überlebenschance nach einem Herzkreislaufstillstand ist die Herzdruckmassage. Da der Rettungswagen und der Notarzt einige Minuten brauchen, bis sie vor Ort sind, können Ersthelfer die Überlebenschancen von Patienten entscheidend erhöhen. „Das reine Drücken überbrückt Minuten“, so Dr. Nosch. Mit einer Herz-Druck-Massage werden Gehirn und Organe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

Hintergrundinformationen zur bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“

Der plötzliche Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Doch die Helferquote beim Herzstillstand im internationalen Vergleich ist alarmierend gering. Dabei sind die Maßnahmen zur Wiederbelebung eines Menschen einfach. Man kann nichts falsch machen. Jeder kann es.
Hier setzt die vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) unterstützte „Woche der Wiederbelebung“ unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ an. Ziel ist es, das Bewusstsein für lebensrettende Fähigkeiten jedes Einzelnen zu schärfen, Hemmschwellen abzubauen und über lebensentscheidende Sofortmaßnahmen zu informieren. Dabei steht die sich leicht zu merkende Botschaft der Reanimation im Vordergrund: „Prüfen. Rufen. Drücken!“
Die „Woche der Wiederbelebung“ wird seit 2012 alljährlich im Spätsommer ausgerufen und ist eine Initiative des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten e. V. und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V. in Kooperation mit dem German Resuscitation Council e. V. und der Stiftung Deutsche Anästhesiologie. Bisher hat Bottrop immer nur mit Aktionstagen daran teilgenommen. Im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums der Bottroper Berufsfeuerwehr wird das Angebot auf die ganze Woche ausgeweitet.

Neuer Ärztlicher Leiter im Rettungsdienst der Feuerwehr Bottrop

Mit Beginn des Jahres 2022 hat Dr. Michael Nosch die Funktion des Ärztlichen Leiters im Rettungsdienst (ÄLRD) der Stadt Bottrop übernommen. Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Michael Thomas und Frank Lindemann dem Sachgebietsleiter des Rettungsdienstes tauschten sie sich heute (11.08) im Rathaus mit Oberbürgermeister Bernd Tischler und Stadtkämmerer und Krisenstabsleiter Jochen Brunnhofer über die bisherige Arbeit und anstehende Veranstaltungen aus.
Der ÄLRD übernimmt wichtige administrative Aufgaben im Rettungsdienst. Er ist für die Qualitätssicherung und die Gesamtkonzeption des Rettungsdiensts aus ärztlicher Sicht verantwortlich. Zudem ist er an der Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte im Bottroper Rettungsdienst beteiligt. Gerade in diesem Bereich sind die Anforderungen in den vergangenen Jahren durch die Einführung des Berufsbilds des Notfallsanitäters deutlich gestiegen. Oberbürgermeister Bernd Tischler zieht eine positive Zwischenbilanz und bedankt sich für die gute Zusammenarbeit. „Die Wertschätzung der Einsatzkräfte ist mir ein großes Anliegen“, betont Tischler dabei.

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