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Rettungsdiest hat jetzt mechanische Reanimationshilfe an Bord

Die Feuerwehr Bottrop setzt ab sofort im Rettungsdienst eine mechanische Reanimationshilfe ein, um eine effektive und unterbrechungsfreie Reanimation zu gewährleisten.

© Stadt BottropMechanischen Reanimationshilfe.

Hört das Herz eines Menschen auf zu schlagen, hilft nur eins: eine kontinuierliche Herzdruckmassage. Das bedeutet, dass hundertmal pro Minute das Brustbein der Person 5-7 cm eingedrückt werden muss, um so die Pumpleistung des Herzens mechanisch aufrecht zu erhalten. Im besten Fall führt dies, verbunden mit einer Beatmung des Patienten und unterstützt durch Medikamente, zu einem Wiedereinsetzen der Herztätigkeit.

Doch in manchen Fällen lässt sich die Ursache des Herzstillstands nur im Krankenhaus behandeln, da beispielsweise ein medizinischer Eingriff im Herzkatheterlabor erfolgen muss. In diesen seltenen Fällen muss die Person unter dauerhafter Reanimation ins Krankenhaus transportiert werden.

Um die Herzdruckmassage während des Patiententransports vom Auffindeort zum Rettungswagen und während der Einsatzfahrt zum Krankenhaus effektiv und völlig unterbrechungsfrei durchzuführen, hat die Feuerwehr Bottrop eine mechanische Reanimationshilfe angeschafft. Das corpuls cpr übernimmt mit einem elektronisch gesteuerten „mechanischen Stempel“ die Herzdruckmassage während der Transportzeiten. So können sich die Einsatzkräfte ganz auf den Transport konzentrieren, während die Reanimation weitergeführt wird.

Ein weiterer Vorteil der mechanischen Reanimationshilfe besteht darin, dass diese auch während einer notwendigen Röntgenuntersuchung einsetzt werden kann. 

Die Beschaffung des Geräts wurde eng mit den Bottroper Krankenhäusern abgestimmt. In beiden Krankenhäusern ist das gleiche Modell im Einsatz, so dass sichergestellt ist, dass Patienten ohne Systemwechsel durchgehend vom Eintreffen der Rettungskräfte bis zur Behandlung in der Kardiologie reanimiert werden können. Das Gerät ist auch für den Einsatz bei Kindern ab 8 Jahren geeignet.

Bislang wird das Gerät auf Anforderung des Notarztes mit einem Sonderfahrzeug zur Einsatzstelle gebracht. Sukzessive werden mehrere Geräte angeschafft, so dass zukünftig beide Notarzteinsatzfahrzeuge mit einer mechanischen Reanimationshilfe ausgestattet sind.

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