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Jugendliche Flüchtlinge erproben Berufsfelder

Schüler der internationalen Förderklassen am Berufskolleg der Stadt Bottrop lernen Berufswelt kennen.

© Berufskolleg der Stadt Bottrop

„Kein Abschluss ohne Anschluss“, kurz KAoA, ist ein groß aufgelegtes Programm, das Schülerinnen und Schülern in NRW den Übergang zwischen Schule und Beruf erleichtern soll. Insbesondere das Berufskolleg spielt dabei eine entscheidende Rolle, da hier die Schnittmengen mit der Berufswelt und damit verbunden mit den Ausbildungsbetrieben besonders hoch sind. Matthias Siebert, KAoA-Beauftragter am Berufskolleg der Stadt Bottrop, sieht das Berufskolleg der Stadt Bottrop zwar bereits gut aufgestellt, meint aber gleichzeitig: „Viele Bildungsgänge bieten zusätzlich Potenziale, die wir für KAoA nutzen können.“
Bestes Beispiel für die Umsetzung des KAoA-Konzeptes war die Erprobung verschiedener Berufsfelder durch Schüler der internationalen Förderklassen am Berufskolleg, die organisiert von der Kommunalen Koordinieurngsstelle der Stadt Bottrop und in Kooperation mit der Gafög in Gelsenkirchen die Möglichkeit wahrnahmen, erstmals in neue und unbekannte Berufe hineinzuschauen.

© Berufskolleg der Stadt Bottrop

Für Schüler, die erst in der Jahrgangsstufe 10 in unser Schulsystem einmünden oder eine Internationale Förderklasse besuchen, benötigen dringend eine berufliche Orientierung, da - kurzfristig vor dem Ende der Schulzeit - ein Wechsel in eine andere Schulform oder der Übergang in eine Ausbildung bevorstehen. Vor diesem Hintergrund wird „KAoA-kompakt“ als eine Zusammenführung zentraler Bausteine des umfassenden Berufs- und Studienorientierungssystems von KAoA für die Zielgruppe der Jugendlichen ohne Erstberufsorientierung in geeigneter Weise umgesetzt. Die Standardelemente Potenzialanalyse, Berufsfelderkundung und Praxiskurs werden dabei zusammenhängend durchgeführt. 
So erhielten die jungen Flüchtlinge des Berufskollegs die Möglichkeit, im Rahmen verschiedener Phasen vor allem Berufe aus dem technischen Bereich immer intensiver zu erkunden. Nachdem zunächst mittels einfacher Tätigkeiten und Reflexionsgesprächen erste Vorlieben für verschiedene Berufsfelder entdeckt wurden, konnten im weiteren Verlauf bereits kleinere Projekte durchgeführt werden. Nicht nur die Schüler hatten Spaß an den teils tollen Ergebnissen, sondern auch die begleitenden Lehrer hatten Freude am Engagement ihrer Schüler. Stellvertretend für seine Kollegen lobte Bernd Böhm nicht nur die Schüler, sondern auch den Kooperationspartner: „Die Freude am Arbeiten ist ansteckend, vor allem, wenn man so tolle Arbeitsplätze zur Verfügung hat.“

Es ist anstrengend, aber es macht auch viel Spaß! Den Beruf kannte ich gar nicht. Vielleicht will ich das mal werden.

Exemplarisch für den Erfolg dieser Maßnahme äußerte sich Younes aus der Internationalen Förderklasse, der in einer Metallwerkstatt arbeitete: „Es ist anstrengend, aber macht auch viel Spaß! Den Beruf kannte ich gar nicht. Vielleicht will ich das mal werden.“ Er hatte keine Angst, sich die Hände schmutzig zu machen und mit Bohrer, Säge, Feile und Nieten aus einem Plan und einem Stück Feinblech eine Uhr herzustellen. Insgesamt äußerten sich alle Schülerinnen und Schüler der Internationalen Förderklassen sehr positiv über das KAoA-Programm, welches somit das ehrgeizige Ziel erreichen könnte, dass alle Schülerinnen und Schüler bei der Berufs- und Studienorientierung, bei der Berufswahl und beim Eintritt in die Ausbildung oder ein Studium besser unterstützt werden.

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