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Startschuss für ein ungewöhnliches Schulprojekt

Am 7. Juni wurde im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen die Fortsetzung des Projekts „Lebenswelten aktiv gestalten“ gefeiert. Mit dabei waren aus Bottrop die Hauptschule Welheim und die Gustav-Heinemann-Realschule.

„Lebenswelten aktiv gestalten“ geht in die 2. Förderphase

Am 7. Juni 2017 feierten Vertreter von 19 Schulen, 12 Städten und 9 Bildungsträgern sowie des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW, der RAG-Stiftung und der Stiftung Mercator die Fortsetzung des Projekts „Lebenswelten aktiv gestalten“ im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen. Mit dabei waren aus Bottrop die Hauptschule Welheim und die Gustav-Heinemann-Realschule.

© Bildungszentrum des Handels e. V.

Das Projekt „Lebenswelten aktiv gestalten“ ist in Bottrop im Februar 2016 an der Hauptschule Welheim in die Erprobungsphase gegangen. Das Projekt richtete sich zunächst ausschließlich an Schulen der Emscher-Lippe-Region, um die Potentiale und Fähigkeiten von Schülern der Klassen 5 bis 7 besonders in Schulen in den Kohlerückzugsregionen des Ruhrgebietes zu fördern und zu entwickeln.

Der Strukturwandel in den Bergbauregionen des Ruhrgebietes und die dadurch bedingten Veränderungen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt stellt gerade an Eltern und Schulen in dieser Region die Herausforderung, Kinder und Jugendliche in der Entwicklung ihrer Fähigkeiten zu unterstützen und zu fördern, um ihnen einen gelungenen Eintritt in das Berufsleben und einen erfolgreichen Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Ziel des Projekts „Lebenswelten aktiv gestalten“ ist die Verbesserung der sozialen, methodischen und persönlichen Kompetenzen (Schlüsselqualifikationen) sowie die Verhinderung von Schulversagen und Schulabbrüchen.

Im Hinblick auf eine gelungene Integration in Ausbildung und Arbeit möchte das Projekt  mit der spielerischen und somit altersgemäßen Auseinandersetzung des Einzelnen, mit den Auswirkungen des eigenen Handelns auf die eigene Person und das direkte Umfeld den Grundstein legen, sich in gesellschaftlichen, kulturellen und beruflichen bzw. betrieblichen Zusammenhängen angemessen und erfolgreich zu engagieren. Das Projekt „Lebenswelten aktiv gestalten“ bildet somit den Auftakt auf dem Weg zur für alle Schüler verbindlichen  und standardisierten Berufsorientierung ab dem 8. Schuljahr und dem Bemühen um eine nachhaltige berufliche Integration. „Für eine gelingende Berufsorientierung sind gute persönliche, sprachliche und schulische Kompetenzen Voraussetzung“ so Wolfgang Wuwer, Leiter der Kommunalen Koordinierungsstelle Übergang Schule/Beruf bei der Stadt Bottrop und verantwortlich für die Umsetzung in Bottrop, „um zum Ende der Schulzeit zu einer selbstständigen Berufs- oder Studienwahlentscheidung kommen zu können“.

Das Projekt richtet sich  an alle Schüler der Jahrgangsstufe 5 und findet außerhalb des regulären Unterrichts statt. Es startet im zweiten Halbjahr mit bis zu vier Projekttagen (insgesamt 20 Schulstunden) und wird dann in Klasse 6 durchgängig mit 2 bis 4 Stunden wöchentlich fortgesetzt. Alle Schüler nehmen also in der Regel 18 Monate an „Lebenswelten aktiv gestalten“ teil. Dabei bietet der Betreuungsschlüssel von 1 Trainer für 5 Schüler ideale pädagogische Voraussetzungen. Der persönliche Bezug in der Kleingruppe gewährt somit eine individuelle und wertschätzende Auseinandersetzung mit den Schülern.

Die erste einjährige Pilotphase wurde durch das MAIS und die RAG Stiftung gefördert. Beide Partner möchten an die erfolgreiche Umsetzung des ersten Jahres anschließen, ihre Förderung ausweiten und haben zugesagt, bis 2020 das Projekt weiter zu fördern Mit der Stiftung Mercator, die besonderen Wert auf die Förderung der „Kulturellen Bildung“ legt, konnte ein weiterer Förderer des Projekts für diesen Zeitraum gewonnen werden. Elke Rosner, Schulleiterin der Hauptschule Welheim, zeigte sich bei der Auftaktveranstaltung in Recklinghausen zufrieden, dass nach der erfolgreichen Durchführung des Modellprojekts, nun eine dauerhafte finanzielle Förderung für ihre Schule gewährleistet ist. „Denn“, so die Schulleiterin weiter; „so optimale Rahmenbedingungen für unsere Kinder hat es trotz aller  Anstrengungen bisher  nicht gegeben.“

Über die Emscher-Lippe-Region hinaus wird das Projekt nun auch auf die Ruhrgebietsstädte Bochum, Herne, Oberhausen, Duisburg und Mülheim übertragen. Aus Bottrop wird zukünftig neben der Hauptschule Welheim auch die Gustav-Heinemann-Realschule an dem Projekt teilnehmen.


Ansprechpartner

Stefanie Jägers

Sachgebietsleiterin

Weitere Informationen

Anschrift

Verwaltungsgebäude Osterfelder Straße
Osterfelder Str. 27
46236 Bottrop

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Kontakt

Tel.: 02041 704389
Fax: 02041 7054389
E-Mail-Adresse: stefanie.jaegersbottropde
Raum 105

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