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In den Ferien ist Zeit für Schulbaustellen

Während Schüler die Ferien zum Entspannen nutzen, herrscht an den Schulen weiter Hochbetrieb. An 19 Einrichtungen wurde saniert und umgebaut. Zwischen 1,8 und zwei Millionen Euro investiert die Stadt mithilfe aktueller Förderprogramme wie "Gute Schule2020".

© Stadt BottropBauleiter Thomas Czampiel zeigt die Baupläne der ehemaligen Michael-Ende-Schule. Das Gebäude teilen sich zukünftig VHS, das Rollmobs-Spielmobil und ein Awo-Kindergarten.

Wenn Schüler und Lehrer am Mittwoch in die Bottroper Schulen zurückkehren, werden sie von den Handwerkern niemanden mehr antreffen. Dann ist der Großteil aller Schulbaustellen nach Plan beendet und es heißt wieder: Mathe statt Mörtel. Die Abwesenheit von Schülern und Lehrern nutzt die Stadt traditionell, um in den Einrichtungen zu renovieren, zu sanieren und umzubauen. 

 „Die Ferien sind immer voll eingeplant“, sagt Abteilungsleiter Dirk Göttlich vom Fachbereich Immobilienwirtschaft und setzt fort. „Wir arbeiten nach einem straffen Zeitplan.“ Viele Baustellen würden eigentlich acht oder gar zehn Wochen brauchen, bis sie fertig seien. Lösungen müssen her. „Mit kleineren Arbeiten fangen wir an, sobald die Abiturienten fertig sind. Das haben wir mit den Schulleitern so besprochen und verschafft uns Zeit.“

Viele Absprachen sind vor und während der Ferien erforderlich, um das große Pensum zu bewältigen. Nicht nur mit Schulleitern, sondern auch mit Handwerkern. Bei Schulbaustellen sei flexibles und verlässliches Personal gefragt. Insbesondere bei unvorhergesehenen Baustellen, die nicht auf dem Papier stünden. Soweit es die Vergaberichtlinien der Stadt zulassen, beschäftige der Fachbereich daher bevorzugt heimische Betriebe. „Mit denen haben wir gute Erfahrungen gemacht“, sagt Bauleiter Thomas Czampiel. „Das geht schnell und ohne viel Bürokratie, sobald wir einmal eine Leistungsübersicht bekommen haben.“

Auch mit internen Stellen arbeiten Göttlich und Czampiel eng zusammen. Mit dem Fachbereich Jugend und Schule erstellt Göttlich am Anfang des Jahres einen Gesamtjahresplan. Göttlich:  „Wir fragen uns dann: Was können wir wo in den Ferien erledigen?“  Hier sei viel Koordinierungsarbeit und Vorausschau gefragt. Außerdem dürfe der Aufwand für vergleichsweise kostenärmere Baustellen nicht unterschätzt werden. „Im Prinzip spielt es keine Rolle, ob es sich bei den Baustellen um große und kostenintensive Baustellen handelt, oder um viele kleine. Es müssen immer alle Gewerke rein, vom Elektriker bis zum Maler und Gebäudereiniger. Egal ob wir ein Klassenzimmer renovieren oder zehn.“ Unterstützung bekommt der Fachbereich vom städtischen Bauhof. Wartet beispielsweise eine Schule auf den Aufbau einer neuen Küche, helfen städtische Schreiner aus.

Oftmals bekämen Schulleiter und Lehrer einen Schrecken, wenn sie kurz vor Ferienende in die Schule kommen, erzählt Göttlich. „Sie machen sich Sorgen, dass wir nicht pünktlich fertig werden. Dann sage ich immer: Wenn Farbeimer rumstehen, ist das ein gutes Zeichen.“ Denn Maler und Gebäudereiniger seien als letzte des Bautrupps für Feinarbeiten und die Endreinigung zuständig.

In diesem Jahr ist der Abteilungsleiter zufrieden. „Alle wichtigen Maßnahmen sind abgeschlossen oder laufen, so dass der Schulbetrieb pünktlich starten kann.“ Der Bauplan für die Herbstferien stehe auch schon fest. Dann wird zum Beispiel der Foyerbereich des Josef-Albers-Gymnasiums renoviert. Die Schüler der Grundschule Vonderort können sich dagegen jetzt schon freuen: Der neue Prallschutz in ihrer Turnhalle ist zum Schulstart fertig.

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