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Neue Kümmerer in der Innenstadt

Dietmar Jeszka und Andreas Vacca sind Augen und Ohren für die Innenstadt

© Stadt BottropDietmar Jeszka (v.l.) und Andreas Vacca kümmern sich um Sauberkeit und Ordnung in der Innenstadt. Beim Quartiers-Service arbeiten Andreas Trynogga und Sabine Claßen (rechts) von der Caritas sowie Ute Schimmang und Dorothee Lauter von der Wirtschaftsförderung zusammen.

Ein neu eingerichteter Quartiers-Service sorgt für mehr Sauberkeit und Ordnung in der Innenstadt. Seit dem 1. September unterstützen Dietmar Jeszka und Andreas Vacca das bereits bestehende städtischen Citymanagements. Der Service ist in Kooperation mit dem Caritasverband und der Stadtverwaltung eingerichtet worden.

Die beiden früheren Ruhrkohle-Mitarbeiter Jeszka und Vacca sind Ansprechpartner für die Menschen in der Innenstadt. Sie nehmen Hinweise entgegen, wenn irgendwo Müll abgelagert wurde und bietet auch mal Hilfestellung bei der Parkplatzsuche. „Sie sind Auge und Ohr der Innenstadt“, sagt Dorothee Lauter, Abteilungsleiterin im Amt für Wirtschaftsförderung. Bei kleineren Verschmutzungen legen sie selbst Hand an. Die Gerätschaften zum Müllsammeln und Unkrautjäten haben sie im Projektbüro in der Hansastraße. Eine wesentliche Aufgabe ist es, mit anderen städtischen Stellen zusammenzuarbeiten, insbesondere mit dem Kommunalen Ordnungsdienst (KOD), dem Sozialamt und dem Fachbereich Umwelt und Grün, sowie der BEST und der Polizei.

In den ersten Wochen ihrer neuen Tätigkeit haben die beiden „Quartiershausmeister“ einen ganz neuen Blick auf ihre Stadt bekommen. „Mir ist vorher nie aufgefallen, wie viele Mülleimer es in der Innenstadt gibt. Es ist unverständlich, dass es da immer noch Menschen gibt, die ihren Abfall dennoch daneben werfen“, sagt Andreas Vacca. Sein Kollege Dietmar Jeszka ergänzt, dass er jetzt mit viel offeneren Augen durch die Innenstadt geht. „Man hat nicht mehr den Tunnelblick, nur noch möglichst schnell zum Ziel zu kommen“, sagt er. Mit seiner neuen Aufgabe seien ihm vor allem die Graffiti-Schmierereien an den Wänden aufgefallen.

Die beiden Kümmerer sind an ihrer blauen Dienstbekleidung mit der Aufschrift „Quartiers-Service“ zu erkennen. Zwei bis drei Mal gehen sie täglich durch ihr Revier. Die große Runde dauert schon mal drei Stunden. Die beobachteten Missstände werden an das Netzwerk kommunaler Dienststellen weitergegeben. „Wir haben die Entsorgung von Sperrmüll und abgesägten Bäumen im Ehrenpark veranlasst und Anfragen von Geschäftsleuten weitergegeben“, so die Quartierskräfte. Die Erfolge der ersten Wochen motivieren. Dass ihnen die Arbeit ausgehen könnte, glauben sie nicht. Nach einem kräftigen Regenschauer stand beispielsweise das Wasser auf dem Berliner Platz. Das Tiefbauamt wurde informiert und reinigte einen Gully, so dass das Wasser schnell wieder abfließen konnte.

 
Beim Quartiers-Service kooperieren die Caritas und die Stadtverwaltung. „Es ist ein einmaliges Projekt, in dem das Sinnvolle mit den Nützlichen verbunden ist“, sagt Caritas Direktor Andreas Trynogga. Zunächst auf zwei Jahre angelegt, sollen die Teilnehmer an den ersten Arbeitsmarkt herangeführt werden.

Künftig ist eine regelmäßige Sprechstunde des Quartier-Service im "Projektraum Hansastraße" geplant. Bis dahin gilt es nach Mitteilung der Stadtverwaltung, Erfahrungen zu sammeln und die Besonderheiten des Quartiers kennenzulernen. Der Quartier-Service hat sein Büro bei der Wirtschaftsförderung auf der Paßstraße 2 und ist über die Rufnummer 70-4787 und -4788 zu erreichen.

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