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Krisensituationen und die "Sozialen Medien"

Eine besondere Krisenübung findet am 12. Juni bei der Stadtverwaltung statt. Auch das Bürgerbüro wird davon betroffen sein. Ein eigenes Team wird sich um die sozialen Medien kümmern.

© Stadt BottropWir hier am Institut der Feuerwehr in Münster im Jahr 2017, übt die Stadt den Krisenfall. Diesmal findet die Übung in den Räumen der Stadtverwaltung in Bottrop statt.

Eine spezielle Übung führt die Stadtverwaltung am Dienstag, dem 12. Juni, ab mittags durch. Im Blickpunkt der Abläufe steht insbesondere die Zusammenarbeit zwischen dem Bürgertelefon, der sogenannten Personenauskunftsstelle (PASS) und dem "Soziale Medien"-Team bei der Verwaltung. Bei der Vorstellung dieser Teams und deren Aufgaben heute (7. Juni) bei einer Pressekonferenz warben die städtischen Vertreter auch um Verständnis, dass das Bürgerbüro am 12. Juni ab 12 Uhr nur bei sehr dringenden Angelegenheiten durch die Bürger aufgesucht werden sollte. Denn ein großer Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist in die Übung eingebunden und steht an dem Nachmittag für die Kundenbetreuung nicht zur Verfügung.

Für die Übung ist der Ausgangspunkt ein Verkehrsunfall auf der L 631 mit der Folge, dass Batterien auf einem LKW zu explodieren drohen. Dadurch könnte auch eine Wolke mit giftigen Substanzen entstehen, die auch eine nahe gelegene Großveranstaltung auf dem Berliner Platz bedrohen könnte. So weit die Fallannahme, die in der Realität ganz besonders auch das " Soziale Medien"-Team und die Akteure am Bürgertelefon fordern wird.

© Stadt BottropGrundszenario: Ein Verkehrsunfall entwickelt sich zu einer Bedrohung für eine Vielzahl von Menschen.

Der Leiter der städtischen Stabsstelle für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Andreas Pläsken, erläuterte die Entstehungsgeschichte der speziellen "Soziale Medien"-Gruppe und den Aufgabenzuschnitt im Falle eines Großschadensereignisses, wobei diese Arbeit in Zusammenarbeit mit dem S 5, dem Öffentlichkeitsarbeiter der Feuerwehr, Michael Duckheim, geleistet wird: "Im Bereich Krisenmanagement hat sich in den vergangenen Jahren - auch durch die Entwicklungen in unserer Medien- und Internetgesellschaft - in Planung und Organisation viel geändert. Notsituationen wie beim Hochwasser in Dresden, bei der Loveparade in Duisburg oder bei diversen Anschlägen in deutschen Städten haben gezeigt, wie wichtig gerade auch die 'Sozialen Medien' heute generell und besonders in solchen Situationen geworden sind."

Bottrop sei, so Pläsken, seit Jahren Vorreiter bei Überlegungen, wie Stadtverwaltungen und Feuerwehren mit diesen Informationskanälen umgehen und für die Information der Bevölkerung produktiv genutzt werden können. So begann im Sommer 2014 der Aufbau einer "Arbeitsgruppe Krisenbewältiger", die inzwischen "Soziale Medien"-Gruppe heißt und zu der derzeit neun städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehören. In verschiedensten Übungen wurden während der vergangenen vier Jahre wichtige Erkenntnisse zu den Notwendigkeiten und zum Agieren in den "Sozialen Medien" gewonnen, die auch bei vielen anderen Stadtverwaltungen und Feuerwehren in Deutschland auf großes Interesse stoßen.

Ein wichtiger Faktor ist im Katastrophenfall auch das Bürgertelefon: Nach den Vorgaben des Krisenstabes und im Austausch mit der "Soziale Medien"-Gruppe werden die Bottroperinnen und Bottroper im direkten Kontakt durch das Bürgertelefon informiert. Die PASS wiederum ist eine gesonderte Stelle, die ausschließlich bei der Suche nach verletzten oder vermissten Personen ins Spiel kommt.

Bürgerbüroleiter Jürgen Terstegen sieht es als notwendig an, dass nun bei einer solchen Übung erstmals, aber sicher nicht als "Eintagsfliege" auch die Akteure am Bürgertelefon mögliche Abläufe und Fragestellungen üben können: "Auch wenn wir hoffen, dass uns allen derartige Krisensituationen möglichst erspart bleiben, so sollten wir dennoch für den Ernstfall so gerüstet sein, dass wir dem Informationsbedürfnis der Bürger und Bürgerinnen so weit wie möglich Rechnung tragen können. In dieser Übung wollen wir testen, ob dies auch unter laufendem Betrieb möglich ist. Dies wäre insbesondere bei lang anhaltenden Krisensituationen notwendig, um das Dienstleistungsangebot des Bürgerbüros aufrecht zu erhalten."

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