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Geflügelpest: Aktuelle Infos

Von Oktober 2020 bis April 2021 herrschte die bisher schwerste Geflügelpest-Epizootie in Deutschland. Im Frühjahr und im Sommer 2021 ebbte das Geschehen in den Hausgeflügelbeständen ab. In der Wildvogelpopulation insbesondere in den nordischen Ländern Europas, wurden jedoch weiterhin Tiere positiv auf das Geflügelpestvirus HPAI H5 untersucht. Betroffen waren hier besonders die Wassergeflügelarten sowie Greifvogelarten. Seit Oktober dieses Jahres wird das HPAI H5 Virus auch vermehrt bei Wildvögeln, aber auch vereinzelt bei gehaltenem Geflügel in Deutschland nachgewiesen

Hohes Risiko für Geflügelhaltung

Insbesondere im Herbst ziehen viele Zugvögel in ihre Quartiere zum Überwintern. Diese Wildvögel rasten unter anderem an den Küsten Westeuropas, um anschließend ihre Reise weiter fortzusetzen. Diese Wildvögel benennt das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) als Einschleppungsquelle Virus.

Das FLI schätzt derzeit das Risiko einer Ausbreitung des Virus innerhalb der Wildvogelpopulation sowie die Übertragung des HPAI H5 Virus auf gehaltenes Geflügel als hoch ein. 

Symptomatik und Folgen

Der Erreger führt bei Vögeln zu unterschiedlichen Krankheitsverläufen. Enten und Gänse können mit dem Erreger infiziert sein ohne Krankheitsanzeichen zu zeigen. Puten und Hühnervögel erkranken jedoch in der Regel schwer und sterben. Wildvögel zeigen in Abhängigkeit von ihrer Art unterschiedliche Verläufe der Erkrankung.
 
Folgende Symptome können laut openagrar bei erkrankten Hühnervögeln auftreten: 

  • Gesträubtes Federkleid
  • Teilnahmslosigkeit
  • Reduktion der Futter- und Wasseraufnahme
  • Atemnot
  • Niesen
  • Ausfluss aus Schnabel und Augen
  • Wässriger, schleimiger grünlicher Durchfall
  • Zentralnervöse Störungen (abnorme Kopfhaltung, Gleichgewichtsstörungen)
  • Wassereinlagerungen (Ödeme) am Kopf
  • Blaurote Verfärbungen der Kopfanhänge und Gliedmaßen durch Unterhautblutungen
  • Abruptes Aussetzen der Legeleistung oder dünne und verformte Eier

Sollten Ihnen Wildvögel auffallen, die eines oder mehrere dieser Symptome zeigen, oder tote Wildvögel, setzen Sie sich bitte unverzüglich mit dem hiesigen Veterinäramt oder der Leitstelle der Feuerwehr in Verbindung. Fassen Sie Kadaver nicht an.

Handlungsempfehlung

Grundsätzlich sollte der Kontakt zu Nutzgeflügel und Wildvögeln unterbunden / auf ein unvermeidbares Mindestmaß reduziert werden. Einstreu, Futter, Tränkwasser sowie Gerätschaften die in der eignen Geflügelhaltung verwendet werden, sollten vor Kontakt mit Wildvögeln geschützt gelagert werden. Die Fütterung der Tiere sollte nicht im Freien stattfinden, um Wildvögel nicht anzulocken. Beim Betreten der Geflügelhaltung sollte darauf geachtet werden, dass Alltags-Schuhwerk vor dem Betreten der Haltungseinrichtung gewechselt wird.

Biosicherheitsmaßnahmen beachten

Hier ist insbesondere darauf zu achten, dass die Biosicherheitsmaßnahmen für Nutzgeflügelbestände entsprechend der Eu Verordnung 2016 /429 (EU-Tiergesundheitsrechtsakt) sowie der Geflügelpest-Verordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 15. Oktober 2018 (BGBl. I S. 1665, 2664) eingehalten werden.

Zu den Biosicherheitsmaßnahmen zählen unter anderem das Führen eines Bestandsregisters und das Tragen von Schutzkleidung, die vor dem Betreten der Haltung angelegt und unmittelbar nach Verlassen der Haltung wieder abgelegt wird.

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