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Bienenstöcke müssen amtlich untersucht werden

Zur Bekämpfung der Amerikanischen Faulbrut verhängt das Veterinäramt der Stadt Bottrop eine Futterkranzuntersuchung bei Bienenvölkern. Betroffen sind Imker im Südwesten des Stadtgebiets. Die Bienenkrankheit ist in einem Stock in Oberhausen-Borbeck ausgebrochen.

Nachdem in Oberhausen bei Bienenvölkern die Amerikanische Faulbrut nachgewiesen wurde, wird das Veterinäramt vorsorglich auch für das Bottroper Stadtgebiet tätig. Die Amtsveterinäre haben ein Untersuchungsgebiet festgelegt, von dem insbesondere die Ortsteile Ebel, Vonderort, Lehmkuhle und Teile der Südöstlichen Innenstadt betroffen sind (siehe Grafik, Link zur Karte und zum Download auf dieser Seite). In diesem Gebiet müssen Untersuchungen in den Bienenstöcken vorgenommen werden.

Das Veterinäramt der Stadt Bottrop weist darauf hin, dass die Amerikanische Faulbrut eine nach dem Tierseuchenrecht meldepflichtige Erkrankung ist. Wer innerhalb des Untersuchungsgebietes Bienen hält und dies bisher nicht dem Veterinäramt gemeldet hat, sollte dies dringend nachholen - schon im eigenen Interesse.

© Stadt BottropÜbersicht des Faulbrut-Untersuchungsgebiets

Für alle Bienenvölker und Bienenstämme im Untersuchungsgebiet muss eine amtliche Untersuchung mittels der sogenannten Futterkranzanalytik durchgeführt werden. Als Futterkranz werden die in unmittelbarer Nähe der Brutwaben befindlichen Futtervorräte bezeichnet. Sie dienen der Deckung des aktuellen Bedarfs.

© Wikipedia, TanarusBefall eines Bienenstocks mit Faulbrut.

Die Amerikanische Faulbrut ist eine bakterielle Krankheit der Bienen, die aber für den Menschen ungefährlich ist. Die Krankheit kann sich schnell von Bienenvolk zu Bienenvolk verbreiten. Der Krankheitserreger befällt nicht die erwachsene Biene, sondern die Bienenbrut in der mit einem Wachsdeckel verschlossenen Brutzelle. Der Erreger ist ein sehr widerstandsfähiges Bakterium, das in seiner Sporenform über lange Zeit in der Umwelt überleben kann. Außerdem kann die Seuche auch durch den Imker mittels infizierter Gerätschaften übertragen werden. Honig und andere Bienenprodukte von befallenen Völkern können weiterhin verzehrt bzw. genutzt werden. Die Bezeichnung „amerikanisch“ bezieht sich nicht auf ein Ursprungsgebiet, sondern auf den Ort der Entdeckung der Krankheit.

Das Fachzentrum Bienen in Mayen hatte am 23. Januar 2017 einen positiven Faulbrutnachweis in der Futterkranzprobe eines Imkers aus Oberhausen-Borbeck -  also dicht an der Stadtgrenze zu Bottrop. Im üblichen Flugradius dieser Bienen liegen auch Bienenstände auf Bottroper Stadtgebiet und sind somit durch den Erreger konkret gefährdet. Das Untersuchungsgebiet liegt in einem Radius von drei Kilometern um den Oberhausener Standort. Die wirkungsvollste und zugleich erforderliche Maßnahme, um die Ausbreitung der amerikanischen Faulbrut einzudämmen oder zu verhindern, ist die Untersuchung sämtlicher Bienenvölker und Bienenstände.

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