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1.Mai-Solidarität unter Corona-Bedingungen

DGB verzichtet auf Kundgebung und fordert arbeitnehmerfreundliche Wirtschaftspolitik

© Stadt BottropMark Rosendahl (v.l.), Bernd Tischler und Suzann Dräther mit einem Banner zum 1.Mai 2021.

Die Maßnahmen während der Corona-Pandemie bereiten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Sorgen. Seit über einem Jahr können viele ihren Berufen nicht in gewohnter Weise nachgehen. Einige Berufsgruppen kämpfen mit wirtschaftlichen Sorgen, andere wiederum arbeiten über die zumutbaren Leistungsgrenzen hinaus.  

Über die besonderen Herausforderungen in der Corona-Krise hat Oberbürgermeister Bernd Tischler mit Marc Rosendahl und Suzann Dräther vom DGB gesprochen. Anlässlich des Tag der Arbeit am 1. Mai betonte der Oberbürgermeister die notwendige Arbeit des DGB, der immer wieder auf Probleme aufmerksam macht. 

Angesichts der Corona-Zumutungen stellt der DGB den diesjährigen Aufruf unter das Motto „Solidarität ist Zukunft“. „Ich hoffe, dass es uns gelingt, diese Solidarität auch in einer Zeit nach der Pandemie weiter am Leben zu halten, denn Corona ist bei weitem nicht die einzige Herausforderung, mit der wir uns konfrontiert sehen“, sagte Oberbürgermeister Bernd Tischler.  

Auch die DGB-Vertreter sehen in der Pandemie eine Aufgabe, die alle betrifft. „Niemand bewältigt diese Krise allein“, sagte Mark Rosendahl, Regionalgeschäftsführer des DGB Emscher-Lippe. Mit dem Kurzarbeitergeld seien persönliche Existenzen zunächst gerettet worden. Doch allmählich gehe den Betroffenen die Luft aus, da 60 bis 87 Prozent des Nettolohns doch nicht alle Kosten decken können. Der DGB fordere deshalb zusätzliche Landesunterstützung. „Die Corona-Krise ist eine Wirtschaftskrise, aus der wir raus müssen“, so Rosendahl. Er fordert Unternehmen und Politik auf, verstärkt in den Klimaschutz zu investieren. Insbesondere beim Ausbau der Wasserstoff-Technologie biete das Ruhrgebiet optimale Voraussetzungen.  

Suzann Dräther, DGB-Stadtverbandsvorsitzende in Bottrop, betont den Gemeinsinn, der in der Pandemie gefordert ist. „Nicht der Markt hat uns in der Krise geholfen, sondern ein starker Sozialstaat.“ Sie richtet ihren Blick auf die Beschäftigungssituation in Bottrop. Vor allem die Leerstände in der Innenstadt und die geschlossene Gastronomie spiegeln weggebrochene Arbeitsplätze wider. „Es ist unklar, was davon überleben kann und was am Ende des Jahres noch da ist“, sagte sie. 

Um niemanden zu gefährden, werden auf Mai-Kundgebungen weitestgehend verzichtet. Lediglich in Essen wird es eine Veranstaltung im Autokino-Format auf einem Parkplatz (P10) der Messe geben. Unter www.dgb.de/erster-mai-tag-der-arbeit wird es ab 14 Uhr einen Live-Stream geben. Suzann Dräther hofft, dass man im kommenden Jahr wieder bei „Bierchen und Würstchen zusammenstehen kann“.

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