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Einbürgerungsfeier: „Bottrop ist und bleibt bunt.“

Oberbürgermeister Bernd Tischler empfängt Bottrops neue Staatsbürger im Ratssaal. Mit 144 eingebürgerten Personen in 2016 ist die Zahl geringfügig höher als in 2015.

© Stadt BottropOberbürgermeister Bernd Tischler und Bürgermeisterin Monika Budke gratulierten den eingebürgerten Bottropern persönlich.

Für 144 Bottroper hat in 2016 ein neues Lebenskapitel begonnen: sie gehören zu den Menschen, die in den deutschen Staatsverband eingebürgert wurden. Oberbürgermeister Bernd Tischler und Bürgermeisterin Monika Budke hießen rund 20 von ihnen während einer feierlichen Stunde im historischen Ratssaal willkommen. Tischler: „Ihre Entscheidung zur Einbürgerung ist ein Vertrauensbeweis in unsere Stadt, unseren Staat und in unsere Demokratie.“

Ihre Entscheidung zur Einbürgerung ist ein Vertrauensbeweis in unsere Stadt, unseren Staat und in unsere Demokratie.

„Ein schönes Zeichen“

Tischler bezeichnete die Entscheidung für die Einbürgerung als Entscheidung „von enormer Tragweite“, denn für viele sei „die Zugehörigkeit zu einem Staat ein wichtiger Teil der kulturellen Zugehörigkeit und der persönlichen Identität.“  Dass die Entscheidung für eine Einbürgerung gefallen sei, sei „ein schönes Zeichen.“

© Stadt BottropBen Romdhane hat sich im Mai 2016 für die deutsche Staatsbürgerschaft entschieden.

„Bottrop ist Ihnen Heimat geworden“, sagt Tischler. Die Gründe dafür seien unterschiedlich. Manche seien hier geboren, andere zogen der Liebe oder der Arbeit wegen nach Bottrop. Der gebürtige Tunesier Ben Romdhane (66) lebt beispielsweise seit 47 Jahren in Deutschland. Zuerst in einer kleinen Wohnung in Essen mit seiner Ehefrau und vier Kindern. Vergrößern wollte er sich und entschied sich dafür nach Bottrop zu ziehen. „Hier fühlte ich mich direkt willkommen.“ Seit 16 Jahren lebt er nun in Bottrop, im Mai 2016 wurde er eingebürgert. „Ich lebe einfach gerne hier.“

Unsere Stadt profitiert von gelebter Integration.

© Stadt BottropMarco Lewis lebt seit 22 Jahren in Deutschland. Er kommt ursprünglich aus Wales und entschied sich wegen des "Brexit" für die Einbürgerung.

Von den 144 eingebürgerten Personen sind 58 Personen männlich und 86 Personen weiblich. Bei insgesamt 29 Personen handelt es sich um Minderjährige. Die meisten Eingebürgerten kommen aus der Türkei, dem Libanon und Polen. Alle eingebürgerten Personen aus Großbritannien wurden nach dem Brexit eingebürgert. „In den Vorjahren war das Interesse bei dieser Personengruppe nicht so groß wie im vergangenen Jahr“, sagt die städtische Mitarbeiterin Jennifer Lengsfeld.

Bottrop ist und bleibt bunt.

Aufruf zur Mitgestaltung

Einbürgerung heiße nicht, seine kulturellen Wurzeln aufzugeben, so Tischler. Vielmehr ändere sich die Möglichkeit zur Mitgestaltung. „Sie können nun aktiv und gleichberechtigt das gesellschaftliche Leben mitgestalten, zum Beispiel dürfen Sie wählen und sich bei Wahlen aufstellen lassen.“ Neben der Aufforderung zur aktiven Mitgestaltung motivierte der Oberbürgermeister die Neubürger, die Integration neuer Mitbürger, Nachbarn, Mitschülern und Kollegen zu unterstützen. Tischler: „Unsere Stadt profitiert von gelebter Integration und hat von jeher das Potential, Heimat für Menschen jeder Herkunft zu sein. Bottrop ist und bleibt bunt.“

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