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© Stadt Bottrop

Das Verfahren für eine neue Feuerwache in Kirchhellen läuft

Der Rat der Stadt muss aber für die Fläche eine Bebauungsplanänderung beschließen.

In Kirchhellen soll eine neue Feuerwache gebaut werden, weil die bestehende an der Schulstraße in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig ist. Das Bauwerk insgesamt kann die heutigen bautechnischen Anforderungen an eine Feuerwache nicht mehr erfüllen. Eine Machbarkeitsstudie hat ergeben, dass eine Sanierung und der Ausbau die unwirtschaftlichste aller Varianten wäre.

Daher wurden in der Vergangenheit verschiedene Standorte geprüft. Bisheriger Favorit ist eine Fläche an der Rentforter Straße/In der Koppel, für den das Bebauungsplanverfahren eröffnet wurde. Endgültig entschieden ist der Standdort allerdings nicht. Die Stadt Bottrop hat zwar bereits Grundstücke an der Rentforter Straße/In der Koppel erworben, auf denen sie den Bau der neuen Feuerwache realisieren könnte. Der Rat der Stadt Bottrop muss aber zunächst eine Änderung des bestehenden Bebauungsplans beschließen.

Der Standpunkt der Verwaltung in Bezug auf die verschiedenen Möglichkeiten, die neue Feuerwache anzusiedeln, ist allerdings eindeutig. Sie hält die Fläche an der Rentforter Straße/In der Koppel nach allen Prüfungen derzeit für am geeignetsten. Insgesamt wurden in Kirchhellen zehn Flächen geprüft - darunter auch der heutige Standort und eine Fläche, die 2004 bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans bereits vorsorglich als Standort zur Verlagerung der Wache ausgewiesen worden war.

Dass man zunächst Flächen erworben hat und anschließend die Änderung des Bebauungsplans angeht, macht Sinn, erklärt Planungsamtsleiterin Christina Kleinheins. „Wir könnten mit einem geänderten Bebauungsplan allein nichts anfangen, um eine neue Feuerwache zu realisieren. Wir hätten dann zwar Baurecht geschaffen, aber die notwendigen Grundstücke wären gar nicht im Besitz der Stadt und müssten erst beschafft werden.“

Dass der Erwerb der Grundstücke der Entscheidung für einen neuen Standort nicht vorweggreift, betont auch Erster Beigeordneter Paul Ketzer. Denn sollte in der Sache anders entschieden werden, können man die Grundstücke, die ja einen konkreten Gegenwert darstellten, auch anderweitig verwerten. „Ich sehe nicht, dass dann Geld verschwendet worden ist“, so Ketzer. Haushaltstechnisch gehören die Grundstücke zum Immobilienvermögen der Stadt Bottrop.

Die geprüften Standorte auf der Karte (Die Punkte sine jeweils anklickbar)

Es stellte sich aber heraus, dass durch die wichtigste Frage, nämlich wie geeignet die Flächen für die Feuerwehr aus einsatz-taktischer Sicht sind, bereits fünf Standorte aus der Auswahl herausfielen. Darunter war auch der Standort aus dem Flächennutzungsplan 2004 (Im Pinntal).

Nachteilig für die Feuerwehreinsätze sind auch weitere Standorte, die geprüft wurden wie Münsterstraße, Alleestraße nördlich der Tankstelle, Am Tollstock/Schulstraße und Rentforter Straße/Vogelsrauh. Eine weitere Fläche Horsthofstraße/Papenheide wurde aussortiert, weil sie mitten in einem vorhandenen Wohngebiet liegt. Der derzeitige Standort an der Schulstraße entfällt aus wirtschaftlichen Gründen. Somit verblieben von den ursprünglich zehn möglichen Standorten nur noch drei: Alleestraße südlich der Tankstelle, Hauptstraße/Pelsstraße und Rentforter Straße/In der Koppel.

Gegen die Alleestraße südlich der Tankstelle spricht, dass sich die Grundstücke in privater Hand befinden und erst erworben werden müssten und dass diese Fläche gegenüber den anderen beiden favorisierten Standorten die geringste einsatz-taktische Eignung besitzt. Auch bestehen regionalplanerische Vorbehalte, da die Fläche im Freiraum liegt.

Der Standort Hauptstraße/Pelsstraße wäre als Feuerwache hervorragend geeignet. Es gibt jedoch regionalplanerische und wasserwirtschaftliche Hürden. Unter anderem sind hohes Grundwasser und schützenwerte Böden ein Problem. Die Flächen zur Realisierung einer neuen Feuerwache müssten auch hier erst noch erworben werden.

Die Stadt Bottrop favorisiert daher den Standort an der Rentforter Straße/In der Koppel, der für die Feuerwehr gut geeignet ist. Die derzeit für die Landwirtschaft genutzten Fläche befindet sich im Eigentum Stadt Bottrop. Das Areal ist im Flächennutzungsplan bereits als Wohnbaufläche ausgewiesen, weshalb regionalplanerische Bedenken hier nicht vorliegen. Auch besondere Schwierigkeiten aus Sicht der Ökologie oder der Wasserwirtschaft sind hier derzeit nicht erkennbar.

Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens werden nun auch Anmerkungen und Einwände, die Anwohner vorgebracht haben berücksichtigt und diese Einwände nehme man sehr ernst, so Erster Beigeordneter Paul Ketzer. „Wir stehen erst ganz am Anfang des Verfahrens. Die Gutachten, die nun zu verschiedenen Aspekten erstellt werden müssen, können auch eine neue Sachlage ergeben, von der wir beim heutigen Stand noch nichts wissen können.“

Technischer Beigeordneter Klaus Müller erläutert, dass die Häuser in der angrenzenden Bebauung in einem ausgewiesenen Wohnbaugebiet liegen. „Hier gibt es Standards zum Schutz der Anwohner im Hinblick auf Lärm und andere Belastungen, die auch die Feuerwehr einzuhalten hat.“ Derzeit arbeiten Fachgutachter nicht nur an einer Beurteilung zur künftigen Lärmbelastung, sondern auch an Themen wie Verkehrsaufkommen, Klima, Ökologie und Artenschutz. „Aus heutiger Sicht sind diese Probleme aber lösbar“, so Müller.

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