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Von Tanztheater und Märchen bis zu „intergalaktischen Klangwelten“

Neue Projekte im NRW-Förderprogramm „Kultur und Schule“ für das kommende Schuljahr

Das NRW-Landesförderprogramm „Kultur und Schule“ geht in eine neue Runde, bisher wurden damit 90 Jahresprojekte mit Künstlern verschiedenster Kunst- und Kultursparten an Bottroper Schulen realisiert. Für das Schuljahr 2017/ 2018 hat die Jury mit Blick auf Bottrop wieder einige Projekte ausgesucht.

Diese acht Projekte sind: In der „Druckwerkstatt“ erlernen die Schüler der Sekundarschule Kirchhellen gemeinsam und mit Unterstützung des Künstlers Sacha Tröger klassische Hochdrucktechniken und den Umgang mit verschiedensten Materialen sowie das Experimentieren mit alternativen Methoden des Drucks. Vom Kartoffeldruck, dem Fingerdruck bis hin zum Benutzen von Naturmaterialien wie Holzrinde, Blätter, Steine etc. soll ein großer Spielraum entstehen, dem keine Grenzen gesetzt sind. Während des Projekts ist ein Ausflug zum „Garten der Freude“ im Garten Fockenberg geplant. Am Ende soll ein gemeinsam gestaltetes illustriertes Buch entstehen.

Die Tanzpädagogin Lisa Schröder entwickelt mit den Schülern der Schule am Tetraeder ein gemeinsames Tanztheater. Über das Medium des szenischen Spiels lernen die Kinder, eigene Situationen und Geschichten des Alltags darzustellen. Dabei steht das Experimentieren mit Mimik und Gestik sowie die Entdeckung eigener Bewegungsformen im Vordergrund, wodurch sich insbesondere auch für Schüler mit Schwierigkeiten im sprachlichen Ausdruck andere Ausdrucksmöglichkeiten ergeben.

Die Schüler der Cyriakus-Grundschule und der Förderschule am Stadtgarten werden in dem Projekt „Offenes Gestalten mit Ton“ gezielt an das kreative und handwerkliche Arbeiten mit dem Material Ton in Kombination mit farbigen Glasuren herangeführt. Unter dem Motto "Unsere Hände sind die besten Werkzeuge" lernen die Kinder die Haptik des Materials kennen und verfeinern ihre motorischen Fähigkeiten. Das Schuljahr soll viel Freiraum für Ideen und Phantasie bieten.

Die Grundschule Grafenwald bekommt Besuch von der Künstlerin Claudia Buch. In einer ersten Phase des Projekts geht es um die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, der individuellen Lebenswelt und dem Raum, in dem der Einzelne sich bewegt. Durch Sammeln von Fundstücken innerhalb und außerhalb der Schule, durch Recherche von Informationen und fotografische Notizen wird dies von den Schülern festgehalten. In einer zweiten Phase geht es dann vertiefend um den schulischen und städtischen Raum und seine Veränderung durch Ideen der Schüler.

In dem Theater-Projekt „Es war einmal“ entwickeln die Schüler der Nikolaus-Groß-Grundschule gemeinsam mit der Lehrerin und Theaterpädagogin Angelika Buballa ein eigenes Märchen. Zur Inspiration dienen dabei bekannte und unbekannte Märchen, welche zu Beginn spielerisch in kurzen Szenen nachgespielt werden. Hierbei soll die Phantasie der Kinder angeregt und erste Erfahrungen in Verbindung mit der Bühne und dem Medium Theater gesammelt werden. Durch Entwicklung eigener Charaktere soll eine selbst kreierte Geschichte entstehen, welche durch stetige Vertiefung am Ende des Projekts in Form eines eigenen Theaterstücks aufgeführt wird. Darüber hinaus sind die Kinder an der Entwicklung und dem Bau eines Bühnenbilds beteiligt.

„Intergalaktische Klangwelten“ ist das Thema an der Droste Hülshoff Schule, wenn der Musiker Ingo Stanelle vorbei kommt. Durch den Bau obertonreicher Instrumente und durch vom Künstler zu Verfügung gestellte Instrumente sollen die Kinder ihren bisher unbekannten Klangkosmos entdecken. Die Schüler können frei ausprobieren, welche unterschiedlichen Klänge sich mit diversen Techniken erzeugen lassen. Zusätzlich sollen moderne Techniken bestimmter akustischer Signale eingesetzt werden. Durch freie und geführte Improvisation soll am Ende ein aufwendiges Konzert entstehen.

Der Gelsenkirchener Künstler Heiner Szamida geht auf historische Entdeckungsreise mit den Schülern der Grundschule Welheim und möchte durch künstlerisches Gestalten, praktische Arbeit und durch Begegnung mit Zeugnissen des Kohlebergbaus das industrielle und kulturelle Erbe und den damit einhergehenden Strukturwandel in Bottrop und dem ganzen Ruhrgebiet veranschaulichen. Die Kinder können sich in Form von Installationen, Kleinplastiken, Malerei, Zeichnungen und in Form der Druckgrafik gestalterisch austoben. Am Ende des Projektes soll mit den Arbeiten der Schüler eine Ausstellung verwirklicht werden.

Die Foto-Designerin Petra Lamers vermittelt in dem Projekt „Ich zeig dir (m)eine Geschichte“ im Rahmen einer kurzen Einführung die Grundlagen der Kameratechnik. Die Wirkung und Wahrnehmung verschiedener Stilmittel wird erprobt und ermöglicht den Kindern, sich sowohl künstlerisch-poetisch als auch sachlich-dokumentarisch der Umsetzung ihrer Themen zu widmen. Die Themenwahl soll sich eng an der Lebenswirklichkeit der Kinder orientieren, wodurch eine hohe Identifikation mit dem Projekt und den eigenen Fotos entstehen kann.

Ziel des Landes NRW im Förderprogramm ist es generell, Kindern und Jugendlichen zusätzliche Bildungschancen zu ermöglichen - unabhängig von deren Herkunft oder ihrem sozialen Status. Die Schüler sollen ihre eigenen kreativen Potentiale und Fähigkeiten entdecken, selbst künstlerisch aktiv werden und weitere kulturelle Angebote wahrnehmen. Das Land NRW stellt eine Basisfinanzierung für die Projekte zur Verfügung; die Sparkasse Bottrop übernimmt für alle Projekte den zwanzigprozentigen Eigenanteil.

Weitere Informationen zum Landesprogram „Kultur und Schule“ in Bottrop gibt es über den kommunalen Ansprechpartner Andreas Kind unter der Telefonnummer 70-4178.

Stadt Bottrop

Weitere Informationen

Anschrift

Ernst-Wilczok-Platz 1
46236 Bottrop

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