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Weihbischof Lohmann tauschte sich mit Oberbürgermeister Tischler aus

Kirche und Stadt haben das Wohl der Menschen im Blick.

© Bischöfliche Pressestelle/Michaela KiepeWeihbischof Rolf Lohmann, Oberbürgermeister Bernd Tischler, Pfarrer Christoph Potowski und Andreas Pläsken, Referent des Bürgermeisters, (von links) trafen sich zu einem informativen Austausch im Bottroper Rathaus.

Eine Stadt, zwei Bistümer. Das ist die katholische Realität in Bottrop. Während die kreisfreie Stadt zum Bistum Essen zählt, gehört der Ortsteil Kirchhellen mit Feldhausen und Grafenwald zum Bistum Münster. Im Rahmen der Visitation im Dekanat Dorsten, zu der die Pfarrei St. Johannes der Täufer in Kirchhellen gehört, trafen sich Weihbischof Rolf Lohmann und Pfarrer Christoph Potowski mit Oberbürgermeister Bernd Tischler und Andreas Pläsken, Referent des Oberbürgermeisters und Leiter der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, zu einem Informationsgespräch.

„Mir ist es ein Anliegen, die Region besser kennenzulernen. Wie ist die Stadt geprägt, welche gesellschaftlichen und sozialen Fragen spielen eine Rolle? Denn uns beiden – Kirche und Stadt – geht es um das Wohl der Menschen“, sagte Lohmann zu Beginn des Gespräches. Dem konnte Tischler nur zustimmen. Er erläuterte dem Weihbischof, der für die Region Niederrhein/Recklinghausen zuständig ist, wie es die Stadt Bottrop in den vergangenen zehn Jahren als Modellstadt geschafft habe, 50 Prozent des CO2-Ausstosses einzusparen.

© Bischöfliche Pressestelle/Michaela KiepeOberbürgermeister Bernd Tischler (links) informierte Weihbischof Rolf Lohmann über die Gegebenheiten in Bottrop.

„Wir sind froh, dass wir den Menschen in der Stadt die Furcht und Sorge nehmen konnten, was nach dem Ende des Bergbaus 2018 passiert. Wir haben der Stadt über die Zukunftsthemen Energieeffizienz und Klimaschutz eine neue Perspektive gegeben“, informierte der Oberbürgermeister. Besondere Bedeutung habe dabei auch die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gehabt. Die Geschichte des Wandels habe gemeinsam funktioniert. „Wir verzeichnen mit 7,5 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote im Ruhrgebiet“, sagte Tischler nicht ohne Stolz und fügte hinzu: „Eine große Erkenntnis der vergangenen zehn Jahre ist, dass eine Energiewende nicht von oben angeordnet werden kann. Sie muss von unten kommen, und die Menschen müssen auf diesem Weg mitgenommen werden. Dazu sind wir beispielsweise in die verschiedenen Stadtquartiere gegangen, denn dort sitzen die Experten“, erklärte er. Mit seinen Ausführungen stieß Tischler bei Lohmann auf offene Ohren, denn der Weihbischof steht der Umweltkommission der Deutschen Bischofskonferenz vor. 

Auch der Blick durch die kirchliche Brille habe sich durch die „Innovation City Ruhr“ verändert. „Die ökumenische Zusammenarbeit ist noch enger geworden. Zudem sind wir als katholische Kirche in einem Ladenlokal in der Innenstadt in der Citypastoral aktiv“, erläuterte Pläsken, der sich ehrenamtlich im Vorstand des Bottroper Katholikenrats engagiert. Ebenso sei es wichtig, über die Bistumsgrenzen hinaus miteinander zu arbeiten. „Die Bevölkerungsstruktur ist in Kirchhellen sicherlich eine andere als in Bottrop. Aber auch hier haben die Menschen Sorgen und Nöte. Die Tafel und die Kleiderkammer werden gut frequentiert“, machte Potowski deutlich. 

Ein gutes Miteinander von Kirche und Kommunalpolitik sei wichtig, denn viele Themen von den Kindertagesstätten über die Jugendarbeit bis hin zur Quartiersentwicklung betreffe beide Seiten. „Außerdem müssen wir als Christen offen im Dialog mit allen Religionen stehen. Wir sind für eine plurale Welt aufgeschlossen. Die Voraussetzung ist allerdings, dass von den Religionen Frieden ausgeht“, ist es Lohmann ein Anliegen.

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