JOSEF ALBERS MUSEUM QUADRAT BOTTROP

Ernst Hermanns. Skulpturen

22. Mai bis 14. August 2005

Ernst Hermanns (1914 - 2000) hat mit seinen Arbeiten einen Beitrag zur Entwicklung der Sprache der Plastik nach 1945 geleistet, dessen Bedeutung heute unbestritten ist. Gerade in seinem Spätwerk, das seit etwa 1980 entsteht, betreibt er eine Grundlagenrecherche, die die Frage nach dem Einzelwerk (Kugeln, Scheiben, Zylinder) erweitert auf dessen Beziehung zum Raum hin. In den Blick rückt nun neben Masse und Volumen der Körper besonders ihre Beziehung zueinander - die Erfahrung des Zwischenraums und der Leere. Es entsteht, in Hermanns' Worten, "eine Synthese von Raum, Statik und Bewegung". Eine fast magische Verbindung von Rationalität und Intuition schafft aus wenigen Elementen Gebilde, deren intensive Stille ein Kraftfeld entstehen lässt, das den Betrachter in besonderer Weise herausfordert. Er begegnet hier nicht einem festgelegten Schema, sondern einem Angebot, dessen unerschöpfliche 'Leere' er durch den Akt seines Sehens zu immer neuen Konstellationen fügt. Zu Recht ist deshalb auch auf die strukturelle Nähe von Hermanns' Konzept zur nie festlegbaren Dialektik der Farb- und Raumbeziehung in Josef Albers' Serie 'Homage to the Square' hingewiesen worden.

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit der Stiftung DKM, Duisburg, entstanden. Sie wurde gefördert durch das Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW.

Blick in die AusstellungBlick in die Ausstellung
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Blick in die Ausstellungsräume des Josef Albers Museum Quadrat, © Nolden