JOSEF ALBERS MUSEUM QUADRAT BOTTROP

Leo Erb. Ein Leben in Weiß

3. August bis 21. September 2003

Anlässlich seines 80. Geburtstags widmet das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop dem Künstler Leo Erb (der in Schopp und St. Ingbert im Saarland lebt und arbeitet) eine retrospektiv angelegte Werkschau. Dabei liegen die Schwerpunkte auf den Materialbildern und kinetischen Skulpturen, wobei besonders letztere noch wenig bekannt sind.

Erbs Anfänge in den 1940er Jahren sind noch charakterisiert durch die Begegnung mit Paris und dem deutschen Informel. Von hier aus hat er sich bis heute eine unverwechselbare Position mit Berührungspunkten zur konstruktiven Kunst erarbeitet. Mit einer unerschöpflichen Phantasie entwickelt Leo Erb aus zwei Grundkonstanten - der (Nicht-)Farbe Weiß und der Linie - Bildobjekte aus jeweils unterschiedlichen Materialien wie Eiern, Kartonagen, weiß bemalten Holzstöcken, gefaltetem Papier, Papierstreifen, Holzlatten oder in Streichholzschachteln gefüllter Watte. Dadurch entstehen immer wieder neue faszinierende Linienbilder in Weiß. Die Farbe Weiß und die Linie sind in Erbs Bildern, Objekten und Skulpturen zu signifikanten Markenzeichen geworden, die sich auch in seinem alltäglichen Leben widerspiegeln.

Ergänzt wird die Ausstellung durch einige kaum bekannte Werke aus Leo Erbs Privatsammlung, die eine "Verwandtschaft" zu anderen Künstlern unter Beweis stellen.

Leo Erb führt ein "Leben in Weiß": Er trägt ausschließlich weiße Kleidung, und die ihn umgebende Gegenstandswelt ist von dieser einen Farbe geprägt, sogar die Blumen in seinem Vorgarten.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen und der Städtischen Galerie Wolfsburg.

Zur Ausstellung ist im Kerber Verlag Bielefeld ein retrospektiv angelegter Katalog mit Beiträgen von Manfred Schneckenburger, Lorenz Dittmann, Dieter Fuder und Ulrike Lehmann erschienen. Preis: 20 Euro.

Ohne Titel
Ohne Titel, 1957
Tusche auf Papier, 16 x 23 cm (41 x 36 cm)