JOSEF ALBERS MUSEUM QUADRAT BOTTROP

Judith Joy Ross. Portraits in America

1. Juni bis 20. Juli 2003

Die 1946 geborene Judith Joy Ross ist eine der großen Fotografinnen unserer Zeit, die dem traditionsgesättigten Genre des Porträts neue Möglichkeiten geöffnet hat. Es gelingt ihr, Menschen in besonders aufschlussreichen Momenten festzuhalten.

Unsere Ausstellung zeigt zwei Gruppen von Bildern aus den letzten zwanzig Jahren: Schulkinder und Porträts im direkten Umfeld des Vietnam Veterans Memorial in Washington, D.C.

Ross fotografiert mit besonderem Einfühlungsvermögen aus der Perspektive von Kindern, sie ist fasziniert von deren Unschuld, Stärke und Verletzbarkeit.

Die am Vietnam Veterans Memorial entstandenen Bilder unterstreichen die Spannung zwischen der kollektiven, nationalen Trauer und der individuellen Erinnerung. Sie zeigen anonym bleibende Menschen, die in die Hauptstadt gekommen sind, um ihrer in Vietnam gefallenen Angehörigen und Freunde zu gedenken. Bei Ross verwandeln sich diese Bilder in eine allgemeingültige Arbeit über unsere Fähigkeit zu trauern.