JOSEF ALBERS MUSEUM QUADRAT BOTTROP

Albers in Bottrop. Die Sammlung in neuer Gestalt.

14. März 2004

Das Josef Albers Museum bewahrt seit seiner Gründung 1983 die umfangreichste öffentliche Sammlung von Werken des Künstlers, die auf eine Schenkung von Anni Albers an die Heimatstadt ihres Mannes zurückgeht. Die Sammlung macht Albers' Entwicklung in ihrer Breite nachvollziehbar: vom Schüler und Meister am Bauhaus, der dann seit 1933 am Black Mountain College und später in Yale unterrichtet und in dieser Zeit zu einem der einflussreichsten Lehrer, Theoretiker und Künstler des 20. Jahrhunderts wird.

Integriert werden in diese Ausstellung auch bisher wenig bekannte Fotografien des Künstlers und Malereien auf Papier, die als langfristige Leihgaben der Josef and Anni Albers Foundation nach Bottrop kommen. Von dort stammt auch eine Werkgruppe von Anni Albers, die erstmals in die Sammlung integriert wird. Durch diese Neupräsentation wird auch der eminente Einfluss deutlich, den die Begegnung mit der Kultur des vorkolonialen Mittel- und Südamerika für die Kunst von Josef und Anni Albers hatte.

Eine Gruppe präkolumbischer Skulpturen aus der bedeutenden Sammlung des Ehepaars Albers und eine Gruppe fotografischer Collagen, die Josef Albers mit Bildmaterial von den vielfachen Reisen schuf, lassen erkennen, wie Kunst, Architektur und Handwerk des südlichen Amerika die Suche der beiden Künstler nach einer Sprache komplexer Reduktion unterstützte, deren stille Monumentalität den Betrachter unmittelbar anzusprechen vermag.

Zwei Präkolumbianische Skulpturen
links: Anonym, Ixtlan del Rio, Nayarit 100 v. bis 300 n. Chr.
rechts: Anonym, Remojadas, Veracruz, 100 v. bis 150 n. Chr.
© Zamojski