JOSEF ALBERS MUSEUM QUADRAT BOTTROP

Bernhard Fuchs. Straßen und Wege

26. April bis 28. Juni 2009

Straßen und Wege ist der Titel einer Gruppe von sechzig Landschafts-bildern, die während der vergangenen fünf Jahre in Oberösterreich entstanden sind. Bernhard Fuchs ist damit in seine heimatliche Region nahe Linz zurückgekehrt, die er in den neunziger Jahren verlassen hatte, um bei Bernd Becher an der Kunstakademie in Düsseldorf zu studieren.

Eine tiefe Vertrautheit mit der Landschaft verdeutlicht sich in diesen Bildern. Fuchs hat sie regelmäßig durchwandert und war dabei ein geduldiger Beobachter, der sich rückbinden will an die Erfahrung seiner Herkunft. Der Stille und Intensität seines Blicks antwortet die Landschaft mit einer besonderen Gegenwärtigkeit. Jeder Punkt dieser Bilder ist von vibrierender Lebendigkeit. Die Farben der Natur und das Licht der Jahreszeiten verweisen zugleich auf einen inneren Raum, in dem sich Erinnerung und Gegenwart begegnen.

Von der Sphäre des Interessanten, mithin vom Zeitgeist, ist vielleicht kein anderer Fotograf heute weiter entfernt als Bernhard Fuchs. Dafür bieten seine Bilder die unabweisbare Evidenz eines sich selbst nährenden Kreislaufs, dem nichts verloren geht. Am Ende stellt Bernhard Fuchs fest: "Und als ich für mich die Arbeit an den Straßen und Wegen abgeschlossen habe, da wusste ich, dass das, wovon ich in dieser Gegend geschöpft habe, mir erhalten geblieben ist." In ihrer Ruhe, ihrer Feierlich-keit, ihrer Verschwiegenheit und Geduld sind seine Bilder schön wie die Natur selbst. Sie erinnern uns, dass Tag und Nacht, Sommer und Winter immer bleiben werden. Sie werben für ein Weltvertrauen, und zugleich vermögen sie, dieses Vertrauen zu schaffen.

Bei Koenig Books ist das Buch Bernhard Fuchs. Straßen und Wege mit einem Text von Heinz Liesbrock erschienen. Preis im Museum 38 Euro.

Das Bild Baum am Wegrand, Piberstein, 2007 (21 x 21 cm, Auflage 20) bietet das Museum als Edition zum Preis von 380 Euro an.

Straße Obertraberg
Straße Obertraberg, 2005