JOSEF ALBERS MUSEUM QUADRAT BOTTROP

41. Jahresausstellung Bottroper Künstler

Malerei und Grafik, Skulptur und Fotografie.

Einzelausstellung
Wolfgang Fröhling. 76 bis 16. Auf Anfang zurück

11. Dezember 2016 bis 8. Januar 2017

Alle in Bottrop geborenen, ansässigen oder arbeitenden Künstlerinnen und Künstler haben einmal im Jahr die Gelegenheit, ihre Werke im Museumszentrum Quadrat zu präsentieren. Die Auswahl erfolgt durch eine Jury – zusammengesetzt aus Vertretern der Stadt, Künstlern sowie Kunsthistorikern und einem Kunstkritiker.

Der in Bottrop geborene Künstler Wolfgang Fröhling (1952*) bestreitet in diesem Jahr die Einzelausstellung im Rahmen der Jahresausstellung Bottroper Künstler 2016. Er wurde im letzten Jahr durch die Jury zum Preisträger ernannt.

Seit 2013 beteiligt sich Wolfgang Fröhling nach mehrjähriger Pause wieder an der Jahresausstellung und war hier mit seinen fotografischen Serien "Bewegte Landschaft", "Rausgestellt" und "Rundgang 2015" in den letzten drei Jahren konstant vertreten. Dabei konnte er die Jury stets mit mehreren Werken aus seinen Reihen für sich gewinnen.

Nach dem Studium (1973-1978) der Visuellen Kommunikation mit Schwerpunkt Grafik Design an der Fachhochschule Dortmund hat Wolfgang Fröhling 1982/83 Fotografie an der Folkwang-Hochschule in Essen studiert. Ab 1994 ist er wieder als Fotograf aktiv und seit 1999 auch Ausbildungsleiter und Dozent für Fotografie und Farbmanagement an der Mediadesign Hochschule in Düsseldorf. 2006 erhielt Fröhling den Fotopreis des Projekts "Emscher:Zukunft" der Emschergenossenschaft und gehörte 2011 zu den fünf Preisträgern des Bridges-Fotoprojekts zum Thema "Trans/Form – Renatur". Auf der digitalen Plattform Pixelprojekt Ruhrgebiet ist Fröhling mittlerweile mit fünf fotografischen Positionen vertreten.

Fotografien zum Ruhrgebiet bilden den Kern des fotografischen Werks. Mit großer Intensität richtet Wolfgang Fröhling seinen Blick immer wieder auf die Industriekultur dieser einzigartigen Region sowie die Vergänglichkeit des Vorgefundenen. So sind die Berghalden aus der Serie "Bewegte Landschaft" für Fröhling nur noch "ein Relikt aus fast vergessenen Zeiten", "Berge aus taubem Gestein", ein "Erbe", ja eine "versunkene Kultur". Für den Blick des Fotografen bietet dieser Wandel einen Reiz und offenbart eine Ästhetik der Landschaft, die sonst vielleicht unbemerkt bliebe.

Weitere Serien wie "Hofkultur", "Türlauben" und "Rausgestellt" stellen – obwohl immer menschenleer – den Alltag der Menschen ins Zentrum, das was die Menschen ganz persönlich, manchmal spielerisch erschaffen haben. Mit seiner Auswahl Auf Anfang zurück trägt Wolfgang Fröhling diesem Wandel der Region und des eigenen Werks Rechnung.



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Hofkultur
Wolfgang Fröhling, o.T., Bottrop, 2004-2006 (aus der Serie Hofkultur)