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100 Jahre Bottrop - „Wir sind noch mittendrin"

Jubiläumsprogramm bietet bis zum Jahresende noch zahlreiche Highlights.

© Stadt BottropIngo Brzoska (v.l.), Jörg Dieckmann, Andreas Kind, Delia Luscher und Kira Scharmann haben noch einiges zum Stadtjubiläum zu bieten.

Mit einem großen Knaller will Kulturamtsleiter Andreas Kind das Jubiläumsjahr verabschieden. „Wir haben uns eine Open-Air-Veranstaltung vorgenommen, die ein Ausrufezeichen setzt“, sagt er während eines Pressegesprächs, bei dem er die Veranstaltungs-Highlights für die zweite Jahreshälfte vorstellt. Allerdings arbeite er noch an den korrekten Ideen, wie das 100. Jahr der Stadt Bottrop beendet werden soll.

Bis dahin ist also noch ein bisschen Zeit, in der es noch viele Möglichkeiten gibt, das  Stadtjubiläum zu feiern. Am Samstag, 7. September, wird um 11 Uhr eine neue Ausstellung am Bunker Eigen eröffnet. Auf den Außenwänden werden 63 Fotografien aus Bottrop gezeigt. Ungewöhnlich an den zwei mal drei Meter großen Bildtafel ist die Perspektive. Bottrop wird unter die Lupe genommen. Über 200 Fotografien wurden eingereicht. Sie zeigen Details der Stadt, an denen man oft achtlos vorbei geht. Eine Jury hat die Auswahl für die Ausstellung getroffen. Am Bunker Eigen können die Ausstellungsbesucher ihre Stadtkenntnisse prüfen und die einzelnen Motive den richtigen Orten zuordnen.

In Bottrop leben 39 Menschen die 100 Jahre und älter sind. Die Lebensgeschichte der Hundertjährigen interessiert Delia Luscher, Leiterin der Kulturwerkstatt. Mit Fotos und Kurzbiografien hat sie mit weiteren Mitstreitern zwölf Zeitzeugen der Stadtgeschichte portraitiert. Ihre Erlebnisse und Portraits werden am Freitag, 13. September, ab 15 Uhr in einer Ausstellung im Kulturzentrum August Everding gezeigt. Dazu wird es eine Broschüre geben, die die Seniorinnen vorstellt. Außerdem werden Fotografien gezeigt, für die am Bunker Eigen kein Platz mehr war - dann allerdings in handlicheren Formaten.

Die „lebendige Bibliothek“ beteiligt sich mit wechselnden Ausstellungen am Stadtjubiläum. Jeweils ein Jahrzehnt ist Thema für zeitgenössische Veröffentlichungen von Büchern und Filmen. Von 4. bis 8. November sind die Vorlesepaten der Bücherei in Bottrop unterwegs. An ungewöhnlichen Orten werden sie 100 Geschichten vorlesen. Bibliotheksleiter Jörg Dieckmann will so die Literatur in Modegeschäfte, Cafés und einen Fahrradladen bringen.

Mit dem Haydn-Oratorium „Die Schöpfung“ kommt am Sonntag, 6. Oktober, ein kraftvolles Konzert auf die Bühne des Lichthofs des Berufskollegs. 120 Mitglieder des Projektchors, das Bottroper Symphonie-Orchester und drei Solisten präsentieren ein energiegeladenes Klangereignis. Damit wiederholt sich ein Konzerterlebnis, das bereits vor 100 Jahren stattfand. In einer Pause der Aufführung, am 21. Juli 1919, verkündete der damalige Beigeordnete Emil Brinkmann die Stadtwerdung Bottrops. Das Konzert wurde damit zum feierlichen Rahmen für das wichtige Ereignis.

Eine in ihrer Tonalität ganz andere Konzertshow ist die Revue „Katzengold“, ist die Musikschule mit der Kulturwerkstatt vom 14. bis 17 November aufführen wird. Musikschulleiter Ingo Brzoska koordiniert rund 50 Akteure, die die Schlüsselereignisse der vergangenen 100 Jahre witzig in Szene setzen. „Die Musik der Revue ist zur Hälfte von uns“, sagt Brzoska und weißt damit auf die Eigenproduktion hin. Vier Aufführungen sind im Berufskolleg vorgesehen. Er hofft damit auf insgesamt 2.000 Zuschauer.

Einen ebenfalls ganz eigenen Blick auf die Stadtgeschichte hat das Theaterensemble „Spätblüte“. Anlässlich des Stadtjubiläums haben die Schauspieler mit Kulturamtsleiter Andreas Kind im Stadtarchiv recherchiert und sind so auf überraschende Erkenntnisse gestoßen. So hat der Urknall auf dem Donnerberg stattgefunden. Und auch andere erdgeschichtliche Ereignisse haben ihren Ursprung in Bottrop. „Wir zeigen außerdem die ganz wahre Geschichte über Glabotki“, verspricht Kind. Wie sich aus den verschiedenen Fakten ein nur schwer zu widerlegendes Bild ergibt, erfahren die Zuschauer im Oktober im Kammerkonzertsaal.

Das Programmheft mit über 120 Jubiläumsveranstaltungen bietet mit dem Konzert „Zechen, Zupfmusik, Zeitläufte“ am 8. September, den Figurentheatertagen vom 14. bis 27 September, einer Klang- und Lichtinstallation im Malakoffturm vom 21. Oktober bis 3. November und dem Festakt zu 100 Jahre Volkshochschule am 15. November, weitere Angebote. „Wir sind noch mittendrin. Es gibt noch viele Möglichkeiten an den Feiern  teilzunehmen“, sagt Andreas Kind zum verbliebenen Jubiläumsprogramm.

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