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© Stadt Bottrop

Blogbeitrag #19: "100 Jahre | 2 Städte | 1 Lauf"

Am 28. April fand der Jubiläumslauf von Bottrop nach Gladbeck statt. Henning hat die zehn Kilometer gemeinsam mit 230 Läuferinnen und Läufern erfolgreich absolviert und schildert seine Eindrücke.

„100 Jahre | 2 Städte | 1 Lauf = Großartig“, mit dieser Formel sind meine Eindrücke vom Partnerschaftslauf wahrlich treffend zusammengefasst. Warum? Das berichte ich euch in den kommenden Absätzen.

Es ist lange her, dass ich an einer Laufveranstaltung teilgenommen habe. Vermutlich war es der Schülerwaldlauf zu Grundschulzeiten und entsprechend spüre ich am Sonntagmorgen schon eine gewisse Nervosität, als ich von meinem Elternhaus aus die ersten 400 Meter bis zum Rathausplatz in Angriff nehme. Und ich kann euch sagen, das Gefühl wird bei der Ankunft nicht besser. Denn hier wimmelt es nur so von offensichtlich ambitionierten Läuferinnen und Läufer in ihren – zumeist roten – Jerseys, ausgestattet mit Fitnessuhren, Kompressionstextilien und Trinkrucksäcken. „Hoppla“, denke ich für einen Moment und mache mir doch Gedanken, ob mein Trainingspensum ausreichend war.

© Stadt BottropEs kann losgehen!

Dann aber tauche ich schnell ein in das Motto des heutigen Tages: Es geht um Gemeinschaftsgefühl. Hier ein Gespräch mit den Organisatoren, schnell die Kollegen aus der Pressestelle begrüßt, dann ein Plausch mit Presse und Fotografen. Überhaupt ist das mediale Interesse gefühlt gigantisch: überall Kameras und Journalisten. Als Jubiläums-Blogger gehöre ja auch ich irgendwie dazu und dann schlüpfe ich auch noch in eine neue Rolle. Unsere städtische Social-Media-Beauftragte hat mich als Influencer auserkoren und so bin ich wenig später in den Storys unseres Instagram-Accounts der Stadt Bottrop nahezu omnipräsent. Aus gegebenem Anlass versorge ich dann auch meine eigenen Follower noch mit einem Selfie unter dem Startbogen, ehe ich mich ganz begeistert dem #backmobil des Sponsors innogy widme und mich noch mit einer Waffel stärke.

Überhaupt ist die Versorgung mit Wasser, Müsliriegeln und Bananen wirklich top! Ich lausche den Eröffnungsworten der Bürgermeister Klaus Strehl und Ulrich Roland, dann versammle ich mich mit den rund 230 anderen Läuferinnen und Läufern unter dem Startbogen. Meine Nervosität hat sich da bereits gelegt – wohl auch, weil die Organisatoren verkündet haben, dass die Pace-Maker das Tempo auf rund sieben Minuten pro Kilometer drosseln werden.

© Stadt BottropDie LäuferInnen werden in der Zwischenstation an der Industriestraße mit Wasser in Jubiläumsbechern empfangen.

Kurz darauf ertönt der Startschuss. Auch ich aktiviere meine Fitness-App und setze mich mit der Laufgemeinschaft in Bewegung. Es herrscht eine fröhliche, ja nahezu ausgelassene Stimmung und es ist einfach cool, sich in einer solch großen Gruppe gemeinsam auf den Weg zu machen. Die Polizei hat großzügig sämtliche Straßen freisperrt und auch bei mir als „Sportmanager“ fällt der Groschen, dass das Tempo auch deshalb gedrosselt wird, weil der logistische Aufwand viel zu groß wäre, wenn sich das Läuferfeld durch einen Wettbewerbscharakter in die Länge ziehen würde.

Also schreiben wir Gemeinschaft an diesem Vormittag groß, was mir mit einer alten Kindergartenfreundin als Laufbegleitung und ihren Mitstreitern ‚lauf.panda.lauf‘ und ‚pomadenjohnny‘ besonders gut gelingt. „So schnell wie du bin ich aber nicht unterwegs“, überrascht mich Lisa, dass sie meinen ersten Blogbeitrag bereits gelesen hat. Beim Plausch über Laufbegeisterung, alte Zeiten und das Hier und Jetzt vergehen die ersten fünf Kilometer bis zur Zwischenstation an der Industriestraße wie im Flug.

© Stadt BottropGeschafft! Henning und seine MitläuferInnen haben das Gladbecker Rathaus erreicht.

Dort empfängt uns nicht nur die Samba-Trommel-Gruppe „Bateria Kokolores“ lautstark, sondern auch ein Verpflegungsstand mit frischem Mineralwasser. Selbstverständlich serviert im Jubiläumsbecher, für den ich spontan Modell stehe und als Testimonial gefragt bin. Ich sage es euch: Das Leben als Influencer ist ganz schön stressig.

Nach dem knapp zehnminütigen Zwischenstopp geht es dann auf Gladbecker Stadtgebiet weiter und - was soll ich sagen – diese Anmerkung kann ich mir bei allem Gemeinschaftsgefühl und mit einem Augenzwinkern nicht verkneifen – die Schlaglöcher nehmen zu. „Da hast du deinen Tough Mudder“, höre ich einen Mitläufer schmunzeln, während der Pulk um die Wasserlöcher hüpft. Überhaupt ist es spannend zu beobachten, welche Dynamiken ein solcher Lauf entwickeln kann. Bergab nimmt das Tempo zu, bergauf staucht sich das Feld und bei jedem Engpass vom Straßenschild bis zum Abzweig entwickelt sich ein Rückstau. Dazu gesellen sich als weitere Hürde rüstige Spaziergänger, die sich eisernen Ganges der Läuferschaft in den Weg stellen. Warum auch am Wegesrand für einen Moment einfach nur stehen bleiben und Beifall klatschen? So wie es viele Menschen an diesem Tag tun. Denn wo immer auch der Tross des Partnerschaftslaufs seinen Weg nimmt, die Begeisterung und das Interesse der Bevölkerung ist spürbar.

© Stadt BottropHenning hat den Fitness-Tracker mitlaufen lassen.

Auf den letzten Kilometern lasse auch ich mich von dieser Begeisterung tragen und begeistert bin ich auch von der Laufroute. Schließlich absolvieren wir die zehn Kilometer von Rathaus zu Rathaus nahezu ausschließlich im Grünen. Von einem grauen Image des Ruhrgebiets ist entlang des Kirchschemmsbach und der Boye sowie durch den Wittringer Wald nun wirklich gar nichts zu spüren. Viel mehr ist es ein Naturerlebnis mitten in der Großstadt.

Kurz darauf haben wir es geschafft und wie bei wohl jeder Laufveranstaltung stellt der Zieleinlauf den Höhepunkt da. Dabei ist es völlig egal, ob dir 15 oder 1500 Menschen applaudieren, das Durchqueren des Zielbogens hat einfach etwas Magisches. Um mich herum blicke ich in zufriedene Gesichter. Sport macht einfach glücklich und dieser Partnerschaftslauf war der beste Beweis dafür!


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