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Stolpersteine in Bottrop

Tot ist nur, wer vergessen wird.

© Stadt Bottrop

Seit dem 12. September 2005 sind in Bottrop „Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig zu finden, 10 x 10 cm große Betonsteine mit einer Messingplatte, die Gunter Demnig zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus gestaltet und an bestimmten Stellen vor den jeweiligen Wohnorten im Gehweg verlegt. Über 5500 „Stolpersteine" gibt es bisher in ganz Deutschland.

„Es ist ein Projekt, das die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, der Zigeuner, der politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig halten will," so formuliert es Gunter Demnig. Die Stadt Bottrop hatte - dem einstimmigen Beschluss des Kulturausschusses folgend - dazu aufgerufen, Patenschaften für Stolpersteine in unserer Stadt zu übernehmen. Ein großes Echo hat dies in der Bürgerschaft gefunden. Über 60 Interessierte meldeten sich bisher, um die Patenschaft für einen oder auch mehrere Steine zu übernehmen. In einem ersten Schritt wurden nun die ersten neun „Stolpersteine" verlegt.

© Stadt BottropGunter Demnig bei der Verlegung der Stolpersteine.

"Es ist überaus wichtig, die Zeit des Nationalsozialismus nicht zu verdrängen oder zu verschweigen, sondern im Gegenteil auch das aufzuarbeiten, was damals in unserer Stadt geschah", sagte der damalige Oberbürgermeister Peter Noetzel. Die Auseinandersetzunig mit der Vergangenheit sei wichtig, um die Augen offen zu haben für die Gegenwart und die heutige Generation hieraus ihre Schlüsse ziehen könne.

Gunter Demnig will mit seinen „Stolpersteinen" den Opfern einen Namen geben, sie nicht zu einer anonymen Masse werden lassen. Wichtig ist es, auch an ihre Lebensgeschichten zu erinnern und daran, warum sie sterben mussten. Denn „tot ist nur, wer vergessen wird," wie es Immanuel Kant formuliert.

Stolpersteine wurden bisher gelegt für:

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