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Familie Krauthammer - Essener Str. 17

Josef Salomon Krauthammer

Patenschaft: Heinrich-Heine-Gymnasium

Josef Salomon Krauthammer wurde am 8. März 1897 in Antonowka in Galizien geboren. 1914 kam er nach Bottrop und wohnte zunächst bei seinem Bruder Adolf. Zuletzt lebte er mit seiner Familie in der Essener Str. 17. Er war Kaufmann und betrieb um 1925 ein Agentur- und Kommissionsgeschäft, später dann ein Eier-, Fettwaren- und Lebensmittelgroßhandelsgeschäft in der Prosperstr. 10 bzw. Essener Str. 19.

Unter den wenigen jüdischen Lebensmittelkaufleuten in Bottrop besaß Josef Krauthammer das größte Geschäft. Wie andere jüdische Geschäftsleute am Ort, z. B. die Gebrüder Dortort, Jakob Grossberg, Naftali Kleinberger, Michael Podchlebnik und Meyer Reichenstein war Josef Krauthammer ein angesehener Geschäftsmann.

In der Synagogenhauptgemeinde Dorsten, zu der auch Bottrop gehörte, hat er Funktionen übernommen, war ab 1931 Repräsentanten-Stellvertreter, von 1933 an war er Mitglied der Repräsentanz der Synagogengemeinde Bottrop.

Die 1929 erfolgte Einbürgerung seiner Familie wurde im November 1933 aufgehoben. Sie wurden zu Staatenlosen erklärt. In der Pogromnacht des 9. November 1938 drangen SA-Leute in das Lebensmittelgeschäft von Josef Krauthammer auf der Prosperstraße ein. Er wurde durch die Fensterscheiben auf die Straße geworfen und schwer misshandelt. Die Geschäftsräume wurden völlig demoliert. Man verhaftete Josef Krauthammer, seine Ehefrau und die Kinder Eduard und Joachim.

Am 24. Januar 1942 wurden Josef Krauthammer, seine Ehefrau Auguste, die Kinder Eduard, Joachim und Paul und der Neffe Heinz aus ihrer Wohnung an der Essener Str. 17 geholt und aus Bottrop deportiert. Die gesamte Familie ist verschollen und durch das Amtsgericht Bottrop 1950 für tot erklärt worden (Todesdatum: 8. Mai 1945).

Auguste Krauthammer geb. Rosenfeld

Patenschaft: KFD St. Peter

Auguste Krauthammer geb. Rosenfeld wurde am 23. Juni 1898 in Kassel geboren. Sie heiratete Josef Krauthammer 1928 in Mönchengladbach und zog wenig später zu ihm nach Bottrop und lebte hier mit ihm und ihren Kindern, zuletzt Essener Str. 17.

Während der Pogromnacht vom 9. November 1938, in der auch das Lebensmittelgroßhandelsgeschäft auf der Prosperstr. 10 verwüstet wurde, sind sie, ihr Ehemann und die Kinder Eduard und Joachim verhaftet worden.

Eduard Krauthammer

Patenschaft: Droste-Hülshoff-Schule

Eduard Krauthammer wurde am 7. März 1928 in Essen-Borbeck geboren und lebte bei seinen Eltern in Bottrop, zuletzt Essener Str. 17. Er war, wie auch andere Kinder der Familie, Schüler der Marienschule (heute Droste-Hülshoff-Schule).

Joachim Krauthammer

Patenschaft: "Figurentheater Sonstwo"

Joachim Krauthammer wurde am 3. August 1929 in Essen-Borbeck geboren. Er lebte bei seinen Eltern in Bottrop, zuletzt Essener Str. 17.

Paul Krauthammer

Patenschaft: Heinrich-Heine-Gymnasium

Paul Krauthammer wurde am 4. März 1934 in Bottrop geboren und lebte mit seiner Familie in Bottrop, Essener Str. 17.

Heinz Krauthammer

Patenschaft: Pfarre St. Ludgerus

Heinz Krauthammer wurde am 11. September 1925 als Sohn von Adolf Krauthammer und von Cipa (Cilli) Malka geb. Dier in Bottrop geboren. Seine Mutter wurde 1934 in eine Heilanstalt in Münster eingewiesen. Ihr weiteres Schicksal ist weitgehend unbekannt. Sie wurde später von Wunstorf nach Polen deportiert und ist dort verschollen. Heinz Krauthammer lebte, nachdem sein Vater 1941 gestorben war, bei seinem Onkel Josef Krauthammer, Essener Str. 17.

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