Inhalt anspringen
Ähnliche Inhalte
Suche
© Stadt Bottrop

Das Werk Josef Albers' ist Mittelpunkt einer Sonderausstellung

Das Josef Albers Museum Quadrat in Bottrop startet mit der großen Sonderausstellung in die Zukunft. Die Ausstellung „Josef Albers. Huldigung an das Quadrat“ findet erstmals in der Josef-Albers-Galerie, den neuen Räumen des Erweiterungsbaus statt. Freier Eintritt in der Eröffnungswoche vom 19. bis 21. Oktober.

Dr. Heinz Liesbrock, Kurator der Ausstellung, erläutert vor Journalisten die Konzeption der Ausstellung.© Stadt Bottrop

Mit der großen Sonderausstellung „Josef Albers. Huldigung an das Quadrat“ eröffnet das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop am 19. Oktober 2022 seinen Erweiterungsbau für das Publikum. Die Ausstellung zeigt bis 26. Februar 2023 zahlreiche hochkarätige Leihgaben aus internationalen Museen und würdigt damit den 1888 in Bottrop geborenen Josef Albers als einen der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts.

Dr. Heinz Liesbrock, Kurator der Ausstellung und bis Ende September 2022 Direktor des Josef Albers Museum Quadrat, und Dr. Jeannette Redensek, Kuratorin der Josef and Anni Albers Foundation und verantwortlich für das Werkverzeichnis von Josef Albers, stellen heute nach Grußworten von Dr. Linda Walther, seit 1. Oktober 2022 Direktorin des Museums, und dem Kulturdezernenten der Stadt Bottrop, Jochen Brunnhofer, die Ausstellung in den neuen Räumen vor. Im Rahmen eines feierlichen Festakts mit dem Oberbürgermeister der Stadt Bottrop, Bernd Tischler, sowie Förder*innen, Partner*innen, Freundinnen und Freunden des Museums werden Ausstellung und Neubau am 18.10. um 14 Uhr offiziell eröffnet.

Der erste Öffnungstag für das Publikum ist Mittwoch, der 19.10.2022. An den ersten drei Ausstellungstagen ist der Eintritt frei (Mittwoch und Freitag von 11 bis 17 Uhr sowie am Donnerstag bis 19 Uhr). Oberbürgermeister Bernd Tischler wird am Mittwoch kommender Woche die Besucherinnen und Besucher zusammen mit dem Museumsteam bei der Öffnung der Türen um 11 Uhr begrüßen.

Sonderausstellung dem Werkzyklus gewidmet

Josef Albers Anfang der 1950er Jahre im Lichthof des Berufskollegs© Stadt Bottrop

Die Sonderausstellung „Josef Albers. Huldigung an das Quadrat“ widmet sich ganz dem außer- gewöhnlichen Werkzyklus, an dem Albers (*1888 in Bottrop – †1976 in New Haven, Connecticut) seit 1950 bis zu seinem Tod arbeitete. Gezeigt werden rund 100 künstlerisch herausragende Beispiele der Serie „Huldigung an das Quadrat“ (engl. Homage to the Square) in acht Ausstellungskapiteln.

Darunter sind zahlreiche Leihgaben von internationalen Museen wie dem Metropolitan Museum oder dem Whitney Museum aus New York oder dem Kunstmuseum Bern. Ergänzt wird die Auswahl durch wichtige Werke von Giorgio Morandi, Ad Reinhardt und Donald Judd – Künstler, deren Werk eng mit dem von Josef Albers verbunden ist. Das Museum Folkwang leiht mit Paul Cézannes Der Steinbruch Bibémus für die Dauer der Ausstellung eines seiner Hauptwerke.

Für Dr. Heinz Liesbrock ist es ein Höhepunkt seiner langjährigen Tätigkeit für das Bottroper Museum und die Abschiedsausstellung vor seinem Ruhestand: „In dieser Versammlung erstrangiger Bilder erscheint Albers als einer der großen Maler in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Das ihm lange Zeit zugeschriebene Attribut des malenden Lehrers, der mit seinen Werken ein pädagogisches Programm illustriert, tritt hier endgültig in den Hintergrund. Mit der Eröffnung der Ausstellung im sehr gelungenen Erweiterungsbau von Gigon/Guyer, und dessen Optionen für die Vermittlung von Kunst, kann das Josef Albers Museum Quadrat optimistisch in die Zukunft blicken.“

Der Katalog zur Sonderausstellung mit rund 220 Abbildungen beleuchtet die vielen Impulse, die Albers früh in Europa und später in Amerika empfangen hat, und verdeutlicht die bis heute andauernde Wirkung seiner Kunst. Der von Heinz Liesbrock herausgegebene Katalog enthält Beiträge von Gottfried Boehm, Vincent Broqua, Fritz Horstman, Raimer Jochims, Donald Judd, Heinz Liesbrock, Amy Jean Porter, Jeannette Redensek, Margit Rowell und Nicholas Fox Weber. Der Katalog, gestaltet von Prof. Ingo Offermanns, erscheint am 9. November im Verlag Hatje Cantz (356 Seiten, 220 Abbildungen, dt./engl. Ausgaben, Preis: 64 Euro). Er wird im Buchhandel und im Museum erhältlich sein.

Die neu gestaltete Dauerausstellung mit Werken von Josef Albers ist im 1983 eröffneten Museumsgebäude zu sehen. Sie wird, ermöglicht durch den Erweiterungsbau, erstmals parallel zu einer Sonderausstellung des Museums gezeigt und widmet sich im Besonderen Albers‘ Arbeit am Bauhaus, seiner Begegnung mit der alten, präkolumbischen Kunst Mexikos und seinem berühmten Farbkurs, den er als Lehrer in den USA entwickelte. Das Museum Quadrat besitzt mit mehr als 300 Werken die weltweit größte Josef-Albers-Sammlung. Dazu gehören rund 100 Gemälde, die gesamte Druckgrafik, Resopalgravuren, Zeichnungen, Ölstudien auf Papier, Glasarbeiten und Fotografien.

Der Erweiterungsbau des Josef Albers Museum wurde vom renommierten Schweizer Architekturbüro Gigon/Guyer entworfen, realisiert in Arbeitsgemeinschaft mit pbr Planungsbüro Rohling, Osnabrück.

Annette Gigon und Mike Guyer haben mit ihrer Konzeption des zweigeschossigen Neubaus eine harmonische Erweiterung des bestehenden Gebäudekomplexes im historischen Stadtgarten von Bottrop geschaffen. Das Ensemble, bestehend aus der 1913 errichteten bürgerlichen Villa und den Museumsbauten von Bernhard Küppers aus den 1970er und 80er Jahren, erfährt mit dem Anbau eine Ausdehnung nach Nordosten. Das neue Gebäude verfügt auf zwei Etagen über eine Fläche von

1.400 qm. Die acht Ausstellungsräume sind zurückhaltend gestaltet und geben ausdrücklich der Kunst Vorrang und Raum.

Sponsoren und Förderer

Förderinnen und Förderer der Ausstellung sind: Das Land Nordrhein-Westfalen, die Kunststiftung NRW, die Kulturstiftung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die Egon-Bremer-Stiftung, die Josef and Anni Albers Foundation, die Josef Albers Stiftung Bottrop, die Sparkassen-Finanzgruppe und die RAG-Stiftung.

Der Ausstellungskatalog wurde gefördert von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.

Finanziert wurde der Erweiterungsbau durch Mittel der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Nordrhein-Westfalen, der RAG-Stiftung und der RAG, der Evonik Stiftung und der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, der Brost-Stiftung sowie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und der Josef and Anni Albers Foundation.

Die STEAG, Essen, übernimmt die Heizkosten des Erweiterungsbaus für die ersten 5 Jahre.

Die Vonovia fördert für fünf Jahre das Vermittlungsprogramm „Josef Albers. Der Maler und sein Museum“.

Weitere Informationen

Webseite des Josef Albers Museum Quadrat

Cookies erleichtern die Bereitstellung von Diensten auf dieser Webseite. Mit der Nutzung der Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass die Stadt Bottrop Cookies verwendet. Weitere Informationen finden Sie unter dem nebenstehenden Link zum Datenschutz.

Datenschutz