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Museumsanbau läuft nach Plan

Corona-Krise bisher ohne Auswirkung bei der Quadrat-Erweiterung

Die Arbeiten am Erweiterungsbau des Josef-Albers-Museums Quadrat gehen zügig voran. Unbeeindruckt von den zahlreichen Einschränkungen durch die Corona-Krise werden die Betonarbeiten bis Mitte Mai abgeschlossen sein. Bis aber die ersten Bilder an den Wänden hängen, wird es noch eine Weile dauern.

Dies erklärte Baudezernent Klaus Müller bei einem gemeinsamen Rundgang mit dem Kulturdezernenten und Kämmerer Jochen Brunnhofer auf der Baustelle im Stadtgarten. „Die Museumserweiterung ist keine Baumaßnahme mit Problemen“, sagt Klaus Müller. Die kalkulierten Kosten halten sich um Rahmen der erwarteten Kostensteigerungen.

© Stadt BottropDie Dezernenten Jochen Brunnhofer (links) und Klaus Müller führen durch die Baustelle.

Bereits vor anderthalb Jahren haben die Arbeiten begonnen. Im ersten Schritt ging es um die umweltgerechte Verlegung eines Teichs. „Im vergangenen Herbst haben dann die Rohbauarbeiten begonnen“, erklärt Müller während der Baustellenbesichtigung.

Zwischen den Bäumen des Stadtgartens sind bereits deutlich die Konturen des von Architekten Annette Gigon und Mike Guyer aus Zürich entworfenen Anbaus zu erkennen. Auf dem aus vorgefertigten Betonteilen erstellten Gebäude ist deutlich das sogenannte Sheddach zu sehen. Die von Gewerbegebäuden bekannte, gezackte Dachform hat nach Norden ausgerichtete Oberlichter und sorgen neben großflächigen Fenstern für den Lichteinfall. Damit wird zum Teil das Lichtkonzept des Altbaus übernommen.

© Stadt BottropDie Rohbauarbeiten werden bis Mitte Mai abgeschlossen sein.

Museumsbesucher erreichen die Ausstellungsräume im Obergeschoss über einen Gang, der als Brücke den Altbau mit dem Neubau verbindet. Hier nehmen die Architekten ein Gestaltungselement des Altbaus auf. Allerdings wird er nicht verglast sein. Ähnlichkeiten finden sich auch in der Fassade. Dunkel eloxierte Stahlelemente werden den neuen Teil des Museums verkleiden.  Allerdings mit einer abgewandelten Struktur. „Es wird keine Kopie des Altbaus“, sagt Klaus Müller.

Das Untergeschoss dient als Werkstatt und Anlieferung. Mit einem Aufzug werden die Kunstwerke in die Ausstellungsräume gefahren. Für die Kunstvermittlung sind im Untergeschoss Seminarräume vorgesehen. Großzügige Aussparungen in den Betonteilen für die künftigen Fenster öffnen den Blick auf den versetzten Teich.

Läuft alles weiterhin nach Plan, rechnet Baudezernent Müller mit der Fertigstellung im Herbst 2021. Pläne für die erste Ausstellung gibt es allerdings noch nicht, sagt Kulturdezernent Jochen Brunnhofer. „Wir müssen mindestens ein halbes Jahr nach Fertigstellung warten, bis das Gebäude vollständig trocken ist, bevor wir die erste Ausstellung zeigen können“, erklärt Brunnhofer. Er rechnet mit der Museum-Vernissage im ersten Quartal 2022.

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