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Angelika Schilling mit Kulturpreis 2019 ausgezeichnet

© Stadt BottropAngelika Schilling (Mitte) ist Kulturpreisträgerin 2019. Es gratulierten Kulturdezernent Willi Loeven (v.l.) Oberbürgermeister Bernd Tischler, Bürgermeisterin Monika Budke und Bürgermeister Klaus Strehl.

Angelika Schilling hat den Kulturpreis der Stadt Bottrop bekommen. Die Fotografin ist jetzt im Kammerkonzertsaal von Oberbürgermeister Bernd Tischler ausgezeichnet worden. Ihre Fotografien stellen nicht nur Vordergründig eine hervorragende Arbeit dar, sondern regen zum Nachdenken an, so der Oberbürgermeister in seiner Laudatio.

„Vor allem die schwarz-weiß Portraits sind eine Stärke von Angelika Schilling“, sagte Bernd Tischler im Kammerkonzertsaal. In ihren Portraitserien zeigt sie Menschen, die am Rande stehen und oft übersehen werden. Andere Serien thematisieren die Schönheit des Alters und auch die Lebensfreude, wie beispielsweise in ihrer Serie mit Aufnahmen rothaariger Menschen.

© Stadt BottropEin Foto ins Publikum. Angelika Schilling wechselt die Perspektive.

Das Werk Schillings zeichnet sich zunächst durch handwerkliches Können aus. Sie beherrscht den Umgang mit Licht und weiß ihre Motive in Szene zu setzen. In ihren Landschaftsaufnahmen spiegeln sich Stimmungen wider, die den Übergangen von der bloßen Fotografie zur künstlerischen Ausgestaltung ihrer Arbeiten leisten. Ihre Landschaftsaufnahmen vermitteln zugleich die Großartigkeit und Fragilität der Natur.

Als „ein großes Glück“ bezeichnete Angelika Schilling die Fotografie. Sie ermögliche ihr, ihrer Neugierde und Freude über den Kontakt mit Menschen nachzugehen. „Fotografien können Menschen verbinden. Sie wecken Erinnerungen und Gefühle“, beschrieb sie ihre Erfahrungen. Der allgegenwärtigen Fotografie durch Smartphones setzt sie achtsames Sehen entgegen. „Die Gestaltung eines Bildes ist wichtiger, als ausgefeilte Technik“, erklärte sie in ihrer Dankesrede. Sie nehme sich Zeit, eine Bildidee zu entwickeln.  Dazu gehöre, dass sie ihre Sujets über Jahre hinweg begleitet. So verfolgt sie in einer künstlerischen Langzeitstudie den Verfall von Telefonzellen, den sie in einer Fotoserie dokumentierte. Damit wird die Fotografin zur Zeitzeugin. Dem kam sie auch im Kammerkonzertsaal nach, indem sie zu Beginn ihrer Rede erst einmal das Publikum fotografierte und so die übliche Perspektive umdrehte.

Angelika Schilling hat Kunst im Rahmen des Lehramtsstudiums in Bielefeld studiert. 1981 kam sie als Lehrerin nach Bottrop. Mit ihrem Mann begeistert sie sich fürs Segel. Ihr gemeinsames Hobby war dann Thema ihrer ersten Ausstellung in der VHS. Seit 2001 ist sie Mitglied der Bottroper Kunstgemeinschaft. Die nunmehr dreizehnte Trägerin des Kulturpreises engagiert sich in beachtlicher Weise in ihrer Heimatstadt Bottrop. Neben ihrer regelmäßigen Teilnahme an der Jahresausstellung Bottroper Künstlerinnen und Künstler im Museum Quadrat sowie im Kulturzentrum August Everding beteiligt sie sich immer wieder an verschiedenen Kunstprojekten. Ein besonderes Anliegen der Künstlerin ist der kulturelle Austausches mit den Bottroper Partnerstädten.

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