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Industriekultur im Bürgerbüro

Die Ausstellungsreihe Bottroper Künstler im Bürgerbüro wird am provisorischen Standort im ehemaligen Katholischen Stadthaus an der Paßstraße fortgesetzt. Doris Reineking zeigt bis September ihren Bilderzyklus „Stahl – Guss - Form“.

© Stadt BottropJürgen Terstegen, Leiter des Bürgerbüros, setzt die Ausstellungsreihe „Bottroper Künstler“ mit Doris Reineking im ehemaligen Katholischen Stadthaus fort.

Ihre Eindrücke und Empfindungen aus einem Besuch in einer Stahlgießerei gibt sie in ihren Arbeiten wieder. „Die Bilder müssen nicht das detailgetreu wiedergeben was war, sondern eher das, was ich empfunden habe“, sagt Reineking. Menschen, Landschaften und Gebäude böten eine unbegrenzte Zahl von Motiven, deren künstlerische Verarbeitung durch die verfügbare die Zeit begrenzt sei. Die Ästhetik der Energie in Form von Hitze, Rauch, Dampf und Lärm in der Industrie stehen im Fokus ihrer Bilder aus Kreide und Ölfarbe.

Vorlage für die Bilderreihe war ein Besuch der Künstlerin in einem Gießwerk in Simmerath. Der gebürtigen Bremerin hat es die Ästhetik des Produktionsprozess angetan. Sie beobachtet die Konzentration der Arbeiter, die mit Ruhe und ohne jede Hektik mit dem glühenden 1.300 Grad heißen Stahl hantieren. „Da steckt Schönheit drin“, sagt Reineking.

Trotz der Emotionalität, die sie in ihren Bildern vermitteln will, sind die mit Kreide gezeichneten Abbildungen durchaus gegenständlich und vermitteln einen Eindruck von der Arbeit vor Ort. Feuer und der glühende Stahl stehen im Mittelpunkt der insgesamt elf Bilder. Neben dem unmittelbaren Erleben im Werk, waren Fotografien, die sie während des zweitägigen Aufenthalts gemacht hatte, Grundlage für den Bilderzyklus. Ein Jahr lang hat sie an der Bilderreihe gearbeitet, bevor sie in dem Werk gezeigt wurden, in dem sie entstanden ist. Zweite Station ist bis zum 30. September das Bürgerbüro im ehemaligen Katholischen Stadthaus an der Poststraße.

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