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„doxs!ruhr“ ist erstmalig mit einem Doku-Festival in Bottrop

Unter dem Motto „Nur Mut – Hinschauen lohnt sich!“ veranstaltet „doxs! ruhr“ ein Doku-Festival für Schülerinnen und Schüler in Bottrop.

© Stadt Bottrop„doxs! ruhr“ mit Doku-Festival im November in Bottrop.

Das Festival für Kinder- und Jugenddokumentarfilm in Deutschland, ist am 8. November zum ersten Mal zu Gast in Bottrop, im Filmforum der VHS. Mit im Gepäck: Filme, die Kinder und Jugendliche zeigen, die Möglichkeiten suchen, Verantwortung übernehmen und über sich hinauswachsen.

Dokumentarfilme eignen sich ganz besonders, die Lebenswelten junger Menschen realitätsnah in den Blick zu nehmen.

Appell an junge Menschen

„Dokumentarfilme eignen sich ganz besonders, die Lebenswelten junger Menschen realitätsnah und unverstellt in den Blick zu nehmen“, sagt Gudrun Sommer, die Leiterin des Festivals. Davon können sich die Schülerinnen und Schüler in Bottrop im November selbst überzeugen: „Wir sind gespannt auf sie und auf die Gespräche mit ihnen.“ Das Duisburger Dokumentarfilmfestival „doxs!“ in Kooperation mit dem Verein „Freunde der Realität“, lädt kostenfrei in das Filmforum der VHS ein.

„doxs!“ zeigt nicht nur Dokumentarfilme, sondern möchte junge Menschen zum Nachdenken und zum Sprechen über Film anregen. Deshalb werden alle Vorführungen von einer Medienpädagogin moderiert, die im Anschluss an die Filme gemeinsam mit den Schülerinnen, Schülern und den zahlreichen Regiegästen über ihre Eindrücke spricht.

Das Programm

Das Programm startet um 9.30 Uhr mit einem Filmblock für Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren. Es geht um Promise, einen Zehnjährigen aus Nigeria. Er lebt mit seiner Familie und anderen Geflüchteten in einem Übergangs-Hotel in Köln, passt auf seine Geschwister auf und muss einen Großteil der Hausarbeiten übernehmen. Eine Fotokamera hilft ihm, sich seiner fremden Umgebung anzunähern. Auch die vierzehnjährige Miruna, die mit zwölf Geschwistern in einem Armenviertel bei Bukarest lebt, muss sich um ihre Familie kümmern. Aber sie will mehr und hat eine Mission: Polizistin werden, um die Lebensbedingungen in ihrem Viertel zu verbessern.

Die Filme des zweiten Programms für Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren zeigen ab 11.30 Uhr, wie sich Geschichte auch auf die Gegenwart junger Menschen auswirkt: Der Großvater von Artiom (18) in „The last Tape / Die letzte Aufnahme“ war Soldat im 2. Weltkrieg. Sein Enkel will für die Ukraine in den Krieg ziehen. Er kann nur hoffen, dass er ihn lebend wiedersieht und macht eine letzte Aufnahme von ihm. Akiko hat den Atombombenabwurf auf Hiroshima miterlebt. Noch immer denkt sie jeden Tag daran, was diese Katastrophe aus ihr und ihrer Familie gemacht hat. An den Veränderungen in der modernen Stadt nimmt sie kaum mehr teil. Der Animationfilm „Obon“ findet eindrückliche Bilder dafür. In „Operation Jane Walk“, einer außergewöhnlichen Mischung aus Dokumentarfilm und Computerspiel, flanieren Avatare durch das apokalyptische New York. Die virtuellen Reiseleiter dieses Multiplayer-Shooters tauschen sich über Architekturgeschichte und Urbanismus aus.

Lehrerinnen und Lehrer können ab sofort kostenfrei Plätze für die Vorführungen am 8. November reservieren. „doxs! ruhr“ ist eine Kooperation der „Freunde der Realität“ Verein zur Förderung des Dokumentarfilms für Kinder und Jugendliche e.V. mit dem Duisburger Festival „doxs!“. Hauptförderer sind das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW sowie die „Selbst.Los!“ Kulturstiftung. Auf lokaler Ebene unterstützen die VHS und das kommunale Kulturamt in Zusammenarbeit mit der Kulturwerkstatt und der Jugendkunstschule der Stadt Bottrop die Veranstaltung.

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