Inhalt anspringen
© Stadt Bottrop

Revue „Katzengold“ feiert erfolgreich Premiere

Bottrops 100-jährige Stadtgeschichte mit Ruhrpott-Charme, Wortwitz und vielen lokalen Spitzen

© Stadt BottropBegeisterten das Publikum: Das Ensemble rund um Nito Torres (2.v.l.) und Benjamin Eisenberg (3.v.l.).

Die Revue „Katzengold“ zum Stadtjubiläum hat am Donnerstag, 14. November, erfolgreich Premiere im Lichthof des Berufskollegs gefeiert. Gut aufgelegte Schauspieler, Musiker und Sänger sorgten mit ihrem szenischen und musikalischen Rückblick auf die 100-jährige Stadtgeschichte für ein begeistertes Publikum – mit Ruhrpott-Charme, Wortwitz und vielen lokalen Spitzen.

Unter der Regie von Tanja Brügger führen die Kabarettisten Nito Torres und Benjamin Eisenberg auf unterhaltsame Weise als zugezogener Neubürger aus Köln und sehr korrekter Stadtbeamter Brock am Kinn durch das Stück. Dabei dreht sich alles um die Frage, ob ein Kölner überhaupt ein „echter“ Bottroper werden kann? Auf seiner Reise durch 100 Jahre Geschichte durchläuft der Rheinländer verschiedene Stationen und schließt Schritt für Schritt die Stadt in sein Herz.

Nach dem die ersten Pott-Sprachbarrieren an der Bude „bei Jupp“ überwunden sind, kommt der Kölner mit der Tradition des Bergbaus in Berührung. Atmosphärisch interpretiert der Klangkünstler Werner Worschech in einem Grubenhemd einen Text des Bottroper Kulturpreisträgers Kurt Küther über die beschwerliche Arbeit unter Tage. Im Hintergrund werden alte schwarz-weiße Video-Aufnahmen aus dem Bergbau gezeigt. In diesem Zusammenhang wird auch der Weg zu Bottrops Stadtrechten und die Zuwanderung, im Besonderen aus Polen, thematisiert. „Es heißt ja nicht umsonst Metro-Pole“, erklärt der Beamte Brock am Kinn – wohl nicht ganz so ernst gemeint.

© Stadt BottropKlangkünstler Werner Worschech interpretierte einen Text des Bottroper Kulturpreisträgers Kurt Küther.

Als außenstehende Beobachter kommentieren die bekannten Puppen Erna und Heinrich des Figurentheaters „Sonstwo“ das Treiben auf der Bühne. Für die Revue unterbrachen die Bottroper Figuren-Spieler Maja Brügemeier und Werner Bartelt-Brüggemeier ihren Ruhestand.

Die Revue lebt besonders durch den Einsatz des Ensembles der Musikschule, dem „All Woman“-Chor und den selbstentwickelten Arrangements von Ingo Brzoska, Leiter der Musikschule, den Musikern Many Miketta und Roland Miosga sowie Ruth Miketta, Leiterin des Chors. Eine selbstgeschriebene Hymne über Bottrop, das „Wirtschaftswunder-Medley“ oder das „Städtepartnerschaften-Potpourri“ nehmen die Zuschauer auf musikalische Weise durch die letzten 100 Jahre.

Mit dem selbstgeschriebenen Song „Wo ist die Schauburg“ wird der zugezogene Kölner mit der Schließung des alten lokalen Kinos in den 80iger Jahren konfrontiert. Das einstige „Kronjuwel“ der Stadt stirbt auf der Bühne den Tod des „sterbenden Schwans“ im Schwanensee. Das Loch in Bottrops Kultur-Szene kann aber durch die Gründung des Kulturzentrums August Everding 1990 wieder geschlossen werden.

© Stadt BottropDie Schließung der Schauburg als "sterbender Schwan".

Spätestens als der angehende Neubürger die lebenswerten Seiten der Stadt kennenlernt, ist er von Bottrop überzeugt: Freizeitmöglichkeiten wie das Tetraeder, der Movie Park, das Alpin Center oder das Grusellabyrinth klingen nach viel Spaß. Und auch auf der „Gladbecker nachts um halb eins“ scheint viel los zu sein. Zum Schluss bringt Nito Torres seine Reise durch Bottrops Stadtgeschehen gesanglich auf den Punkt: „Bottrop was not my first love. But Rheinland is my past.“ Der Funke ist übergesprungen, Bottrop hat einen neuen Bürger. Da konnte es sich Bürgermeister Klaus Strehl, der auch im Publikum saß, nicht nehmen lassen am Premieren-Abend die „offizielle“ Urkunde zu überreichen.

© Stadt BottropDer "All Woman Chor" sorgte mit seinen Liedern für gute Laune.

Die Revue ist eine Jubiläumsproduktion des Kulturamtes und wird durch die Kulturstiftung der Sparkasse Bottrop und die Egon Bremer Stiftung gefördert. An insgesamt vier Abenden können die Zuschauer die Geschichte des zugezogenen Kölners miterleben. Nach der Premiere finden drei weitere Vorstellungen im Lichthof des Berufskollegs (An der Berufsschule 20, 46236 Bottrop) statt: Am Freitag, 15. November und Samstag, 16. November jeweils um 19.30 Uhr sowie am Sonntag, 17. November um 17 Uhr.

Die Sonntagsvorstellung ist bereits ausverkauft. Für die Vorstellungen am Freitag, 15. November und am Samstag, 16. November, sind noch Karten erhältlich. Diese können an der Theaterkasse, Blumenstraße 12-14, 46236 Bottrop oder auch telefonisch unter 02041 703308 reserviert werden. An den Abenden selber gibt es auch eine Abendkasse. Die Karten kosten 15 Euro, ermäßigt 10 Euro. Online können Karten unter westticket.de erworben werden.

© Stadt BottropDer Lichthof des Berufskollegs war gut besucht.

Cookies erleichtern die Bereitstellung von Diensten auf dieser Webseite. Mit der Nutzung der Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass die Stadt Bottrop Cookies verwendet. Weitere Informationen finden Sie unter dem nebenstehenden Link zum Datenschutz.

Datenschutz