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© Unsplash - Papaioannou Kostas

Ehrenamtliche weisen Jugendliche auf Risiken des Feierns hin

Bei der Aktion „Sommerparty 2020“ werden jugendliche Besucher im Stadtgarten von geschulten Gleichaltrigen beraten

Ehrenamtliche des Projekts „Sommerparty 2020“ sind seit August wieder im Stadtgarten unterwegs und dienen als Ansprechpartner für Jugendliche. Diese treffen sich vor allem in den Sommermonaten – und aktuell verstärkt durch die Corona-Pandemie – gerne in ihrer Freizeit im Stadtgarten, um zu feiern oder zu entspannen. Die gleichaltrigen Ehrenamtlichen verteilen kostenlos Müllbeutel, Aschenbecher, Kondome, Info-Flyer mit Tipps und Notfallnummern sowie gegenwärtig in der Corona-Zeit auch Mund-Nase-Masken. Das Projekt „Sommerparty“ existiert bereits seit 2004 und ist eine gemeinsame Aktion vom Jugendhilfe Bottrop e.V. und dem Fachbereich Jugend und Schule (damals Jugendamt) der Stadt Bottrop. 

„Mit dem Projekt wollen wir die Jugendlichen begleiten und die Risiken des Feierns minimieren“, sagt Irena Wabnitz von der Fachstelle für Prävention des Jugendhilfe Bottrop e.V. Für Jugendliche war die Zeit seit Mitte März sicherlich nicht immer einfach: Über lange Zeit waren sie abgeschnitten von Freundinnen und Freunden oder hatten fast ausschließlich digitalen Kontakt mit der Schule und anderen Einrichtungen. Hinzu kam, dass Familien häufig auf engem Raum zusammenleben mussten und sich dadurch zusätzliche Herausforderungen entwickelten. Nach dem Lockdown suchen Jugendliche nun verstärkt nach sozialen Kontakten und einem Ausgleich im Freien. 

Das Projekt setzt dabei ganz auf den Kontakt von Gleichaltrigen zu Gleichaltrigen. Von sogenannten Peers wird die Unterstützung eher angenommen und verstanden, als wenn Erwachsene auf die Risiken des Feierns hinweisen. „Die Peers werden auf gleicher Augenhöhe wahrgenommen, sie haben einen besseren Draht zu den jugendlichen Besuchern des Stadtgartens und die Aktion ist so eindeutig wirksamer“, sagt Nina Heithausen vom Fachbereich Jugend und Schule.

Jeweils in Zweier-Teams sind die Ehrenamtlichen des „Sommerparty“-Projekts noch bis einschließlich der Herbstferien unterwegs. Bei schönem Wetter bis zu drei Mal pro Woche. „Die Leute freuen sich immer über die Sachen und erkennen uns schon von weitem, manche sprechen uns auch sofort an und fragen nach den Müllbeuteln oder den Aschenbechern“, sagt Isayas Haile, einer der sechs ehrenamtlichen Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, von denen vier im Juli neu geschult wurden. Positiv sind auch die Erfahrungen mit den Corona-Regeln. Noëlle Terlinden, Werksstudentin beim Jugendhilfe Bottrop e.V.: „Alle sind sich der Gefahren im Zusammenhang mit der Pandemie bewusst und die meisten halten sich an die Regularien.“

Die Veranstalter werten das Projekt „Sommerparty“, besonders dank des Engagements der Ehrenamtlichen, auch 2020 als großen Erfolg.

 

 

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