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Photovoltaik-Anlage versorgt 250 Haushalte

Bauarbeiten neben dem Westfriedhof haben begonnen

© Stadt BottropBauleiter Jochen Eichhorn (v.l.) erklärt Montan-Solar-Geschäftsführer Gernot Pahlen, Stefan Beckmann, Fachbereichsleiter Umwelt und Grün, und dem Technischen Beigeordneten Klaus Müller den Fortschritt der Bauarbeiten.

Mit schwerem Gerät werden die ersten Stützen der Untergestell-Konstruktion der Photovoltaik-Anlage Am Quellenbusch in Bottrop eingebracht. Auf der rund 1,8 Hektar großen Konversionsfläche östlich des Knappschaftskrankenhauses errichtet das Unternehmen Montan-Solar aus dem saarländischen Ensdorf den neuen Solarpark in der InnovationCity. Insgesamt werden 2.826 Module verbaut. Damit erreicht der Park eine Leistung von rund 750 kWp (Kilowatt Peak) und kann 250 Haushalte mit Sonnenstrom versorgen. Bezogen auf den aktuellen Strommix der Emsche-Lippe-Energie GmbH (Ele) wird die Anlage Am Quellenbusch jährlich 377 Tonnen Co2 einsparen.

„Es ist das erste Projekt dieser Art, das wir in Bottrop auf einer Freifläche realisieren“, sagt Klaus Müller, Technischer Beigeordneter der Stadt Bottrop. Bei der Fläche handelt es sich um eine ehemalige Kiesgrube, die ursprünglich als Erweiterungsfläche für den Westfriedhof vorgesehen war. Da die Fläche hierfür nicht mehr benötigt wird, wurde miz dem Bau der Photovoltaikanlage eine neue sinnvolle Nutzung gefunden. „Erneuerbare Energien sind ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz“, sagt Müller, der in der Investition einen wichtigen Baustein für das Erreichen der Klimaschutzziele der Stadt sieht.

„Mit der Photovoltaik-Anlage Am Quellenbusch macht die Stadt Bottrop einen weiteren Schritt, ihre gesteckten Ziele zu erreichen. Wir freuen uns bei diesem Projekt nicht nur die Flächen, sondern auch die Zukunft mitgestalten zu können“, sagt Gernot Pahlen, Geschäftsführer von Montan-Solar. Während eines Pressetermins hob er die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung hervor. Die Stadt bleibt Eigentümerin der Fläche, die von seinem Unternehmen lediglich gepachtet sei.

Die besondere Herausforderung bei der Projektplanung stellt die zentrale Lage mitten im Stadtgebiet dar. Um einer möglichen Blendwirkung auf die angrenzende Wohnbebauung entgegenzuwirken, wurde ein Blendgutachten erstellt. Um Belästigungen für die Anwohner zu vermeiden, werden die Module um einige Grad von der Idealausrichtung verschoben. Eine Blendwirkung sei damit ausgeschlossen, so Pahlen.

Ein weiterer Aspekt ist der Sichtschutz. Die Gehölzbestände bleiben überwiegend erhalten. Nördlich im Übergang zum Friedhof wird eine standorttypische, einheimische Baum- und Strauchhecke gepflanzt, die eine Sichtverschattung der technischen Anlage gegenüber der Friedhofsnutzung gewährleistet.

Mit der Errichtung der Photovoltaik-Anlage Am Quellenbusch setzt die Montan-Solar ihre Aktivitäten in Nordrhein-Westfalen fort. Die erste Anlage des Unternehmens steht auf dem Dach der ehemaligen Kohlenmischhalle in Dinslaken-Lohberg. Die Bauarbeiten in Bottrop sind voraussichtlich in vier Wochen abgeschlossen. Der erste elektrische Strom wird ab Herbst in die Haushalte.

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