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InnovationCity Thema bei internationaler Klimakonferenz

Staatssekretär des Bundesumweltministeriums Jochen Flasbarth informiert sich über Klimaschutzprojekte in Bottrop

© Stadt BottropJochen Flasbarth vom Bundesumweltministerium (2.v.l.) informiert sich bei Oberbürgermeister Bernd Tischler, Burkhard Drescher und Klaus Müller über die Projekte der InnovationCity.

Der Ruf Bottrops als InnovationCity reicht bis in die Bundeshauptstadt Berlin. Diesem Ruf ist jetzt Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Umweltministerium, gefolgt. „In Bottrop passiert etwas, was sonst nicht gibt“, erklärt er sein Interesse am Klimaschutzprojekt.

Im ZIB am Südring ließ sich der Umweltpolitiker vom InnovationCity-Geschäftsführer Burkhard Drescher, Oberbürgermeister Bernd Tischler und vom Technischen Beigeordneten Klaus Müller die Projekte und Ziele erläutern.

Flasbarth bereitet zurzeit die internationale Klimaschutzkonferenz vor, die im November in Bonn stattfinden wird. Bottrop soll dem internationalen Fachpublikum dabei als Beispiel vorgestellt werden. „Internationale Klimaschutzziele sind nur so gut, wie sie kommunal umgesetzt werden“, sagt Flasbarth während eines Pressegesprächs. Bemerkenswert sei für ihn die Sanierungsquote im Projektgebiet. Während bundesweit lediglich 0,8 Prozent des Gebäudebestands energetisch saniert wird, erreicht die InnovationCity eine Quote von drei Prozent. „Wie kriegt man eine höhere Sanierungsquote hin. Diese Frage brennt auf uns auf bundes- und europäischer Ebene unter den Nägeln“, so Flasbarth.

Bei seinem Besuch in Bottrop erfährt er von verschiedenen Bausteinen, die Klimaschutzziele zu erreichen. Die aufsuchende Klimaberatung will er gemeinsam mit dem Verbraucherschutzministerium auf den Weg bringen. Außerdem solle es mehr persönliche Beratungen geben. Allein die Informationen im Internet zur Verfügung zu stellen sei nicht ausreichend, so Flasbarth. Zudem spricht er davon, die Förderarchitektur zu verbessern. Es müsse mehr direkte Zuschüsse geben und steuerliche Förderungen. Mit den zinsgünstigen Darlehen von der bundeseigenen KfW-Bank allein, können man Hauseigentümer nicht überzeugen.

Die Verbesserung der Fördermöglichkeiten sind auch Burkhard Drescher und Bernd Tischler ein dringendes Anliegen. „Die Förderung durch die KfW ist zu kompliziert. Mit niederschwelliger Förderung kann man mehr bewirken“, sagt Drescher. Oberbürgermeister Bernd Tischler weist darauf hin, dass „mit einem Euro Förderung, sieben Euro private Investition ausgelöst wird.“ Er begrüßt, dass sich die InnovationCity im Rahmen der internationalen Klimaschutzkonferenz präsentieren kann. Er ist überzeugt, dass die Gäste hier viele Erkenntnisse gewinnen werden: „Wir wissen, wie es geht.“

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